"Kraftlackl", Kilt und Körperverletzung

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Rosenheim - Ein Schottenrock sorgte am Samstag für Irritationen, besser gesagt das, was drunter war. Oder eben auch nicht. Das Wiesnblaulicht vom Wochenende:

Traumhaftes Wetter, volle Bierzelte und Festplatzgassen und eine ausgelassene, aber insgesamt sehr friedliche Stimmung. Aus polizeilicher Sicht waren der Freitag und der Samstag ein voller Erfolg. Nur ganz wenige Besucher tanzten dabei aus der Reihe.

Am späten Freitagabend kam es am Haupteingang zur Wiesn zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern und anderen Festbesuchern. Als eine Streife der Bereitschaftspolizei schlichtend dazwischenging, richtete sich der Zorn des Trios gegen die Polizisten. Der 27-Jährige und seine beiden 25 Jahre alten Spezis wurden handgreiflich, dabei erhielt ein Beamter einen Schlag gegen den Hals. Die renitenten Männer kamen in Gewahrsam, es folgen nun Ermittlungen wegen eines Körperverletzungsdeliktes und Widerstandes gegen die Beamten.

Zahlreiche Male schritten vor allem die Angehörigen der Rosenheimer Sicherheitswacht ein, wenn wieder „Wildbiesler“ festgestellt werden mussten. Darunter waren am Freitagabend auch zwei 15-jährige Mädchen, die im Klosterweg erwischt wurden und nun eine Anzeige erwartet. Weil die „Damen“ auch noch hochgradig alkoholisiert waren - beide erzielten Werte um die 1,6 Promille – wurden deren Eltern zur Abholung verständigt.

Ein echter Schotte sorgte am Samstag für Aufsehen in einem Schankbetrieb. Der junge Mann tanzte ausgelassen auf der Bierbank und trug dabei – wie es sich schließlich für einen traditionsbewussten Schotten so gehört – einen Kilt. Und weil der 18-Jährige, übrigens auch durchaus landestypisch, auf das Tragen von Unterwäsche verzichtet hatte, blitzte beim Schwingen des Tanzbeines immer wieder etwas unter dem Rock hervor, was die Tischnachbarn zwar nicht beleidigte, zumindest aber irritierte. Der 18-Jährige kam mit zur Wiesnwache und verließ von dort aus dann das Herbstfest.

In einer Diskothek in der Samerstrasse kam es nach Wiesnschluss am frühen Sonntagmorgen zu einem Zwischenfall, bei dem zwei Gäste leicht verletzt wurden. Ein bislang unbekannter Mann, etwa 20 bis 25 Jahre alt, schlank, ungefähr 1,80 bis 1,85 Meter groß, mit kurzen blonden Haaren und Tätowierungen am linken Arm, bekleidet mit weißem T-Shirt und vermutlich einer Jeans, warf gegen 1.15 Uhr eine Bierflasche an die Decke. Durch die umherfliegenden Splitter wurden ein 24-Jähriger und eine 39-Jährige verletzt. Beide erlitten jeweils eine kleine Schnittwunde und mussten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden.

Auf dem Heimweg vom Herbstfest wurden drei junge Männer am Sonntag um 00.15 Uhr in der Münchener Strasse, Höhe Einmündung Salinstrasse, aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus angegangen. Ein 20-Jähriger erlitt dabei durch einen Faustschlag eine Schwellung im Gesicht. Beim Versuch davonzurennen, wurde ihm auch noch in den Rücken getreten und er verlor seine Brille. Beschreiben konnten die Drei die Angreifer nicht.

Zeugen, die Beobachtungen in diesen beiden Fällen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Rosenheim unter Tel. 08031 / 2002200 in Verbindung zu setzen.

Fast alle Beamten der Wiesnwache mussten zusammenhelfen, um am Samstagnachmittag einen hünenhaften Tiroler zur Räson zu bringen. Der 2,15 Meter große Österreicher war um 16.30 Uhr im Biergarten eines Zeltes aufgefallen, als er stark betrunken umhertorkelte und brüllte. Der 18-Jährige musste schließlich sogar in Gewahrsam genommen werden. Dazu waren mehrere Beamte notwendig, denn der Kraftlackel stemmte sich heftig gegen die Maßnahmen der Polizei.

Mit ihren elterlichen Pflichten nahm es ein 26 und 23 Jahre altes Ehepaar nicht so genau. Die beiden fielen am Samstagabend einer Streife auf, weil sie stark alkoholisiert waren und ihren etwa 21 Monate alten Sohn dabeihatten. Der andere Sohn, gut zwei Jahre alt, sollte in der elterlichen Wohnung in Rosenheim unter Aufsicht des Großvaters sein. Vor Ort stellte die Polizeistreife dann aber fest, dass der Zweijährige alleine zuhause war und schlief. Der Großvater passte zwar auf ein weiteres Kind auf, dies allerdings in seiner eigenen Wohnung in einer Stadt im Landkreis Traunstein.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © Reisner

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