Wiesn-Blaulicht, Tag 14

Eine „verzierte“ Zelle, ein etwas ungehobelter „Amor“ und ein missglückter Versicherungsabschluss

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Wiesn-Blaulicht (Archivbild)
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Wiesn-Blaulicht (Archivbild).

Rosenheim – „So a bissal Regen trübt die Stimmung glei gar ned“: Zumindest bei der Wiesnwache war die Stimmung sehr gut und wenn man die Festbesucher so beobachten konnte, auch sie waren bestens gelaunt. Und die paar Tropfen da, die stören doch nicht.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Rosenheim - Weil ein 40-jähriger Österreicher aus dem Ötzthal mit seinen rund zwei Promille meinte, er sei für die „Frauenwelt“ unwiderstehlich oder gar umwerfend, war am Ende die Wiesnwache im Einsatz. Irgendwie kam er bei den Damen nicht so gut an und seine Stimmung schwappte um, er pöbelte herum. Die Wiesnwache nahm „Amor“ mit und erteilt ihm ein Wiesnverbot. Aber nur eine Stunde später konnte er wieder auf dem Festgelände angetroffen werden und meinte „Bin wieder da“. Die Beamten erwiderten „Nicht mehr lange“ und verwiesen den 40-Jährigen vom Festgelände. Ob der Liebespfeil später noch ins Schwarz traf, darüber liegen der Polizei keine Ermittlungsergebnisse vor.

„Überschreitung zulässiges Gesamtgewicht“

Etwas überschwänglich und vielleicht auch zusammenfassend a bissal zu schwer für eine Bierbank, stand eine Gruppe auf der Sitzgelegenheit. Plötzlich brach die Bank in sich zusammen. Beim Herunterfallen tat sich niemand weh, aber man geriet mit dem Sicherheitdienst in eine rege Diskussion. Letztlich einigte man sich durch die Schiedsentscheidung der Wiesnwache, dass die Bank im Nachgang bezahlt wird. Böse Absicht war zumindest nicht gegeben. 

„Girlanden - Ist den scho wieda Fasching?“

Am Ende des Einsatzes mussten die Beamten dann doch schmunzeln, aber zunächst war ihnen nicht zum Lachen zumute. Ein 54-jähriger Flintsbacher beleidigte kurz vor Ende beim Verlassen des Herbstfestes Beamte der Wiesnwache als „Vollpfosten“. Da der 54-Jährige dann mehr und mehr aggressiv wurde, musste er in Gewahrsam genommen werden. Die Ausnüchterungszelle der Rosenheimer Polizei ist leicht spartanisch eingerichtet. Offenbar gefiel das Interieur auch ihm nicht. Mit Toilettenpapier verschönerte der 54-Jährige die Zelle. Wie Girlanden, kreuz und quer, hängte er Bahnen von Klopapier auf. Irgendwie auch schnuggelig und in einem halben Jahr vielleicht eine gute Dekoration für Fasching.

Abschluss Versicherungsvertrag geht schief

Ob jetzt wirklich ein Vertragsgespräch gesucht wurde, so richtig konnte das nicht aufgeklärt werden. Jedenfalls geriet ein 25-jähriger aus dem Landkreis Traunstein beim Verlassen des Festgeländes mit einem anderen Gast in Streit. Man kam sich über die Formalitäten einer Versicherung nicht überein und der Unbekannte schlug dem Traunsteiner ins Gesicht. Er verletzt sich leicht, der Schläger konnte unerkannt entkommen. 

„Aber i muas doch do nei“

In der Kaiserstraße wollten zwei Irschenberger kurz vor Mitternacht unbedingt in ein Lokal. Die Gaststätte war aber schon gut gefüllt und die beiden konnten nicht mehr ins Innere, der Türsteher versuchte es ihnen zu erklären. Die angeregte Diskussion verschob sich dann direkt auf die Kaiserstraße und einer der Irschenberger kugelte auf die Fahrbahn. Auf den Streit aufmerksam geworden, versuchte die Polizei zu vermitteln und musste auch die Straße kurz sperren, um den Irschenberger wieder auf die Füße zu helfen. Sie Beamten hörten dann nur, „Mia mias`n unbedingt do nei“. Heute leider nicht, so die Antwort der Polizei. Das Duo ging dann weiter, wohl suchten sie sich ein anderes Lokal. Mit leichtem Kopfschütteln und einem leicht erkennbaren Grinsen war auch dieser Einsatz für die Rosenheimer Polizei beendet.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

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