Wiesn-Streiflichter

Tattoo vor der Hütten als neuer Wiesn-Trend  

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Manche lassen auf dem Herbstfest tief blicken!

Rosenheim - Da wagt Wiesenigel Ignaz einen neugierigen Blick. Aber natürlich nur aus einem modischen Interesse! Außerdem in den Herbstfest-Streiflichtern: Die neue Tatzlwurm-Hymne!

Noch ein Tattoo-Ausschnitt auf der Wiesn.

Passt das Dirndl farblich zum Tattoo? Und ist der Ausschnitt auch groß genug, damit Kunst auf der Haut auch effektvoll zur Geltung kommt? Zwei Fragen, die junge Mädchen zusehends beschäftigt. Auf dem Herbstfest sieht man immer mehr tätowierte Buam und Madln. Manche lassen tief blicken und zeigen sich im doppelten Wortsinn offenherzig.

...andere rätseln noch über ihre Geschlechterrolle

Der "Drag-Queen-Löwe" auf dem Herbstfest

Das Thema Transgender, also die Abweichung von der zugewiesenen sozialen Geschlechterrolle, ist auch auf der Wiesn angekommen. Das fiel dem Wiesnigel Ignaz auf, als er die beiden Löwenstatuen vor dem "Lach-und-Freu-Haus" der Familie Distel eingehender betrachtete. Während der linke Löwe eine Lederhose trägt, ist der rechte mit einem Dirndl bekleidet und geschminkt. Gemeinhin dürfte bekannt sein, dass Löwinnen keine Mähne tragen und auf Jagd gehen, während der "König der Tiere" schlafend herumliegt, bis sein Harem Futter heranschafft. Ein "Drag-Queen-Löwe" wie rechts ist seines Wissens in der freien Wildbahn noch nicht gesehen worden.

Eine eigene Haushymne

Die "Stoabach-Buam" spielen zur Mittagszeit in der Tatzlwurm-Törggelenhütte der Oberaudorfer Familie Kiesl neuerdings eine eigene Haushymne: den "Tatzlwurm-Song"! Texter und Komponist ist Josef Kirchberger aus Flintsbach. Es beginnt mit "Heute gehn wir zum Tatzlwurm, Tatzl, Tatzl, Wurm, Wurm, Wurm..." und endet mit der Erkenntnis: "D‘ Wirtin is fesch und de Madln fein - lasst uns im Tatzlwurm sein." Dem hat der Wiesnigel nicht viel hinzuzudichten: "Wackel, wackel, stachel, stachel, stachel..."

Keine Auszeit am Geburtstag

Seinen 27. Geburtstag feierte Sebastian Kirner, Sohn von Flötzinger-Festwirt Manfred Kirner, mit der Ausgabe von Weißwürsten nach dem Schaustellergottesdienst in der Klosterkirche. "Mein schönstes Geschenk", meinte er amüsiert. Dabei ist er es seit Jahren gewohnt, seinen Geburtstag auf der Wiesn bei der Arbeit zu verbringen.

Mitarbeiter-Ehrung im Flötzinger Festzelt

Zum Vergrößern HIER klicken

Traditionell wurden im Flötzinger-Festzelt langjährige Mitarbeiter von Bräu Franz Steegmüller (stehend links) geehrt. Neben ihm von links Andreas Steegmüller-Pyhrr, die Musiker Hans Artmann (25 Jahre), Rainer Haas (30 Jahre), Peter Niedermeier (20 Jahre), Josef Mangstl (30 Jahre), Josef Merk (20 Jahre) und Dominik Bachmeier, der ebenfalls seit 20 Jahren bei der "Dreder Musi" im Festzelt spielt. Rechts außen steht Prokurist und Zeltleiter Wolfgang Dichtl. Sitzend von links Martha und Marisa Steegmüller, die in den Ruhestand verabschiedete Irmgard Gliewe vom Zeltbüro, die Bedienungen Marianne Schlosser, Brigitte Flötzinger und Anna Busch (je 30 Jahre), die Musiker Marcus Huber (35 Jahre), Thomas Mangstl (30 Jahre) und Gerhard Kirchberger (25 Jahre) sowie Hausmeister Michael Hofmann, der in Frührente geht. Nicht anwesend waren Bedienung Anneliese König (20 Jahre) und Musiker Bernhard Sigl (20 Jahre).

Heimische Konkurrenz für Kölnisch Wasser

2013 hat der Aschauer Tourismus-Chef Herbert Reiter (links) das "Bankerl-Jahr" ausgerufen - inzwischen stehen in dem malerischen Ort an der Prien über 190 "Themen-Bankerl". Heuer geht es Reiter um das Thema Wasser, das "blaue Gold" aus den Chiemgauer Alpen. Entlang der Prientaler Flusslandschaft hat der rührige Touristiker von der Quelle aus auf 20 Kilometern 20 Erlebnisstationen ausgewiesen. Für den Wiesnigel Ignaz hatte er eine Quellen-Sonderabfüllung zum Wiesn-Studio von "Radio Charivari" mitgebracht: eine Flasche "Prientaler Erfrischungswasser No. 2014", das er dem Wiesnigel als Alternative zu "Kölnisch Wasser" aus dem Hause No. 4711 anbot. So wurde der Wiesnigel, gehalten von OVB-Redakteur Hendrik Heuser, mit der erfrischenden Sonderabfüllung beträufelt.

Scharfe Pizzaschnecke

Mit einer Pizza-Schnecke überraschte Pizzamacherin Herta Fahrenschon den Wiesnigel Ignaz, während dieser mit Aschaus Tourismus-Chef Herbert Reiter beim Radio-Charivari-Wiesnstudio im Flötzinger-Festzelt saß (siehe links). "Das hat eine meiner Pizzabäckerinnen gerade gemacht", berichtete sie. "Die Schnecke ist ein Symbol der Entschleunigung", meinte Reiter, "so wie die Aschauer Ruhebankerl". Der hungrige Wiesnigel machte sich gleich über die Gabe her, musste aber feststellen, dass die Paprika-Salami und die im Schneckenhaus eingearbeiteten Peperoni ganz schön scharf waren. Statt zu entschleunigen, musste der Wiesnigel das Löschbier eher schneller trinken. Aber er hat nun den Verdacht, dass Reiter nächstes Jahr in Aschau ein "Schneckenjahr" ausrufen wird.

Leder- statt Radlerhose

Normalerweise sitzen sie fest im Sattel, die Radrennsportler Benjamin Edmüller (Hochstätt), Benedikt Kendler (Traunstein) und Robert Bickl (Prien, von links). Doch auf der Wiesn traf sie der Igel Ignaz im "Motodrom-Derby" der Familie Horländer mal nicht in Radler - sondern in Lederhose. Dazu gesellte sich Arwed Loth aus Aschau, Buckelpisten-Skifahrer und Mitglied der Freestyle-Nationalmannschaft. Die vier schnellen Burschen lieferten sich ein spannendes Wettrennen mit den kleinen Modell-Geländemotorrädern. Auf dem welligen Parcours ließ der Buckelpisten-Experte die Straßenradler alt ausschauen und siegte.

Oberbayerisches Volksblatt

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