Ein "Würger" und einige Schläger:

Wiesnblaulicht vom ersten Wochenende

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Rosenheim - Nach dem "Demo-Stress" begann für die Polizei die anstrengende Wiesn-Zeit. Am ersten Wochenende sorgte vor allem der "Würger von Großkarolinenfeld" für Aufsehen:

Um kurz nach 12 Uhr hieß es in den beiden Festzelten auf der Rosenheimer Loretowiese am Samstag wieder: "O´zapft is!". Für die Beamten der Wiesnwache und die Kollegen der Polizeiinspektion Rosenheim begannen damit wieder 16 lange und fast immer auch ereignisreiche Arbeitstage. Und weil die Polizei an diesem Tag auch noch im Demonstrationsgeschehen gefordert war, kann schon von einer "besonderen Herausforderung" zu Herbstfestbeginn gesprochen werden.

So wie nach den Versammlungen ein positives Fazit gezogen werden konnte, zeigt sich die Polizei auch nach den ersten beiden Festtagen zufrieden: bis auf wenige, kleinere Streitigkeiten und Zwischenfälle ein friedlicher und fröhlicher Wiesn-Auftakt!

"Der Würger von Großkarolinenfeld"

Der Wettergott muss Rosenheimer sein. Denn das "Bilderbuchwetter" sorgte dafür, dass an den ersten beiden Tagen schon zahlreiche Rosenheimer, aber bereits auch viele Gäste aus der Region oder von weit her auf die Loretowiese strömten. Ins Schwitzen kamen die Beamten der Wiesnwache nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen, das Einsatzgeschehen hatten sie locker im Griff: ein paar Auseinandersetzungen, die ersten "Bierleichen" und der ein oder andere "Stänkerer", der sich nicht zu benehmen wusste.

Weil er sich mittags über einen Raucher in einem Festzelt beschwert hatte und der vom Sicherheitsdienst aus dem Zelt geschickt worden war, kam es später am Samstagnachmittag zur "Revanche". Der 33-jährige Raucher war um diese Zeit wieder im Zelt, sah dort den 28-jährigen Beschwerdeführer und würgte diesen. Ein Zeuge ging aber sofort dazwischen und trennte die beiden. Den "Würger aus Großkarolinenfeld" erwartet jetzt eine Anzeige, ein Wiesnverbot gab es obendrauf.

Sechs Jugendliche schlugen 44-Jährigen

Warum sechs Jugendliche am Samstag um 20.50 Uhr in der Innenstadt "Am Esbaum" auf einen Wiesnbesucher aus Schechen losgingen, wissen wohl nur die Burschen selbst. Der 44-Jährige war auf dem Weg zur Loretowiese, als einer aus der Gruppe unvermittelt zuschlug. Das Opfer wurde zum Glück nicht ernsthaft verletzt. Zeugen, die in dieser Sache Hinweise geben können, sollen sich bitte bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-2200 melden.

Jugendschutzkontrollen hat die Polizei seit vielen Jahren schon im "Repertoire". Dass die auch sinnvoll sind, zeigt der Fall einer 15-Jährigen. Das Mädchen wurde von einer Streife am Samstagabend mit gut zwei Promille auf dem Festgelände angetroffen. Die Mutter musste ihre Tochter auf der Wache abholen.

Grundsätzlich ist es natürlich Sache der Eltern zu entscheiden, wie lange ihre minderjährigen Kinder und Jugendlichen außer Haus bleiben dürfen. Aber in Bierzelten und Biergärten auf dem Herbstfest dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten aufhalten. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen ohne Begleitung lediglich bis 24.00 Uhr auf der Wiesn sein. Neben der Polizei haben auch die Bedienungen und die Ordnungskräfte in den Schankbetrieben ein Auge auf die jungen Gäste, besonders, was den Konsum von Alkohol betrifft.

Eigene Kondition überschätzt

Seine "Kondition" überschätzt hat am Sonntag wohl ein 79-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein. Denn nach dem Genuss mehrerer Maß Bier war er "zeitlich und örtlich völlig desorientiert", wie es im Behördendeutsch heißt. Er wurde in Schutzgewahrsam genommen und war heuer einer der ersten "Gäste" in den Hafträumen der Polizeiinspektion.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © re

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