Herbstfest: Viele Anzeigen wegen Wildbieselns

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Rosenheim - Der Wiesn-Donnerstag war für die Polizei vergleichsweise ruhig. Dennoch mussten sich die Beamten wieder mit einigen unbelehrbaren Wildbieslern und Stänkerern herumschlagen.

Der erste Wiesn-Donnerstag war für die Rosenheimer Polizei ein Tag zum Durchschnaufen vor dem erwarteten Besucheransturm des kommenden Wochenendes. Bei dem schlechten Wetter waren die Bierzelte und Ausschankbetriebe abends zwar voll, größere Sicherheitsstörungen brachte der Tag aber nicht mit sich.

Erfreulich für die Polizei ist die Feststellung, dass bis jetzt noch kein Maßkrugdiebstahl registriert wurde. Hier achten die von den Betrieben beauftragten Ordner sehr genau auf das Verbot, die Krüge aus den Zelten oder Schankbetrieben heraus mitzunehmen. Dadurch kam es in der Folge auch zu keiner Auseinandersetzung, bei welcher der Krug als gefährliche Waffe eingesetzt werden konnte.

Das „Wildbieseln“ ist für Festbesucher, besonders aber für die Anwohner Jahr für Jahr ein Ärgernis. Trotzdem rund um das Festgelände heuer sogar mehr „stille Örtchen“ bereitstehen, mussten die Beamten der Wiesnwache gestern mehrere Personen feststellen und anzeigen, denen das egal war. Ein 19-Jähriger pöbelte die Polizisten um 21.30 Uhr sogar an, als er ertappt wurde. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen „Wildbieseln“ bekam er deshalb auch noch ein Wiesnverbot. Und für einen 26-jährigen Rosenheimer endete der Abend sogar in einer Haftzelle der Polizeiinspektion. Er urinierte etwa eine halbe Stunde später ungeniert vor einem Bierzelt und konnte sich gegenüber den Beamten dann nicht ausweisen. Dass er deswegen auf die Wiesnwache mitgenommen wurde, passte ihm gar nicht. Er zeigte sich völlig uneinsichtig und war den Polizisten gegenüber so aggressiv, dass er in Gewahrsam genommen werden musste und seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen „durfte“.

Insgesamt sechs Mal wurde gestern gegen Stänkerer oder Randalierer ein Wiesnverbot verhängt. Diese Maßnahme musste in diesem Jahr bis dato deutlich seltener verhängt werden als im Vorjahr. Ein positiver Trend aus Sicht der Polizei.

Ein 55 Jahre alter Tiroler verlor bei der Fahrt in einem turbulenten Fahrgeschäft seinen Geldbeutel. Der konnte ihm zwar nach der „Landung“ an der Kasse wiedergegeben werden, es fehlten aber einige Geldscheine daraus. Aufgebracht erschien er zusammen mit der Betreiberin des Fahrgeschäftes auf der Wiesnwache, um die Sache klären zu lassen. Zum Glück des 55-Jährigen kam zur selben Zeit eine 58-jährige Söchtenauerin auf die Wache. Sie hatte das Bargeld, das beim „Flug“ offenbar herausgefallen war, in einiger Entfernung zum Fahrgeschäft gefunden und gab es bei der Polizei ab.

Betrunkener Oldie (79) muss abgeholt werden

Fast immer müssen ja Eltern ihre Sprösslinge nach einem Aufgriff bei der Polizei abholen, aber es geht auch andersrum. Ein Sohn holte gestern um kurz nach 18.00 Uhr seinen 79 Jahre alten Vater auf der Wiesnwache ab. Der rüstige Herr hatte soviel Gerstensaft intus, dass er zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam genommen werden musste, bis er an den Filius übergeben werden konnte.

Gerade noch rechtzeitig kam eine Streife um kurz nach 02.00 Uhr morgens. Ein Mann aus dem Landkreis Miesbach saß in seinem Auto auf dem Fahrersitz und übergab sich gerade auf die Strasse. Gut möglich, dass der stark Alkoholisierte im Anschluss mit dem Wagen nach Hause gefahren wäre. Der Schlüssel des Pkw wurde sichergestellt, den kann sich der Mann bei der Polizeiinspektion wieder abholen, wenn er nüchtern ist.

Pressemeldung PP Obb. Süd

Rubriklistenbild: © re/dpa

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