17 Tage Jubiläums-Herbstfest Rosenheim 

Hertreiter (WV) zum früheren Start 2021: "Lockerer Auftakt mit freier Platzwahl"

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Für das Jubiläums-Herbstfest 2021 gibt es 17 statt wie bisher 16 Tage Wiesn in Rosenheim. Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband (WV) begrüßt die Entscheidung der Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, die dem Antrag des WV auf Verlängerung grünes Licht gegeben haben. 
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Für das Jubiläums-Herbstfest 2021 gibt es 17 statt wie bisher 16 Tage Wiesn in Rosenheim. Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband (WV) begrüßt die Entscheidung der Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, die dem Antrag des WV auf Verlängerung grünes Licht gegeben haben. 
  • Marina Birkhof
    vonMarina Birkhof
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Rosenheim - Das Herbstfest gewinnt 2021 einen Tag dazu. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses folgten dem Antrag des Wirtschaftlichen Verbands (WV) auf Verlängerung zum 160. Geburtstag. Den WV freut's und auch die Diskussion im Rathaus verlief überwiegend einheitlich. 

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer Sitzung am 16. Juni für eine Verlängerung des Herbstfests 2021 aus. Beantragt hatte dies der WV. Demnach startet das Fest nicht wie gewohnt an einem Samstagmittag, sondern am Freitagnachmittag, 27. August 2021. Die Idee dahinter: Zum 160. Bestehen des Rosenheimer Herbstfests soll es einen Tag früher losgehen und damit 17 statt wie bisher 16 Tage dauern.

Lockerer Eröffnungs-Abend ohne Reservierung 

"Weil wir bereits 2011 sehr gut verfahren sind mit diesem zusätzlichen Tag wollen wir an den Erfolg von vor zehn Jahren anknüpfen. Der Verlängerungstag hat sich schon zum 150. Geburtstag des Herbstfests bewährt und wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Außerdem kann so eine Entzerrung des sonst für den Eröffnungssamstag obligatorischen Besucheransturms erwirkt werden", erklärt Klaus Hertreiter vom WV die Intuition des Antrags. Nachdem das Fest auf der Loretowiese dann am ersten Herbstfest-Samstag wie an einem "normalen" Samstag auch öffne, verteile sich die Besuchermenge entsprechend. 

Seitens des WV sei außerdem geplant, den zusätzlichen Tag wie vor zehn Jahren auch ohne Platzreservierung in den Bierzelten stattfinden zu lassen. Die beiden Brauereien hätten dazu bereits ihre Zustimmung signalisiert. "Die Brauereiboxen sind dabei natürlich vorbehalten, für alle anderen Gäste aber gibt es an diesem Eröffnungsabend keine Reservierungsmöglichkeit, es soll ein lockerer Auftakt werden mit freier Platzwahl", betont Hertreiter. Für die Schausteller wäre dies darüber hinaus ein "kleines Zuckerl" für das entfallene Herbstfest 2020 - zumal die Platzkosten für den WV unverändert bleiben. 

Die Diskussion im Ausschuss: 

Dr. Wolfgang Bergmüller (CSU) befürwortet den früheren Beginn um 17 Uhr am Freitag, plädierte aber auf Rücksicht auf die Arbeitnehmer: "Viele der Festzugteilnehmer arbeiten am Freitag und müssten für den Einzug extra frei nehmen. Beginnt der Zug am frühen Abend und nicht schon mittags, stellt das wiederum kein Problem dar." 

Fraktionskollege Herbert Bormann erläuterte: "Ich bin auch für eine Verlängerung und finde es als Pandemie-Ausgleich gut einen Tag dranzuhängen. Aber beim Grund, dem 160-jährigen Bestehen, da zieht es mir bisserl die Fußnägel auf. Dann gibt es in paar Jahren das 165. Bestehen und so weiter. Einen Grund findet man dann immer um zu verlängern. Ich möchte nicht, dass das ausartet. Und in Bezug auf die Platzreservierung hätte ich eine Bitte, dass wirklich nur die Brauereiboxen die Ausnahme bleiben. Sonst entfacht das in der Bevölkerung eine heiße Diskussion wenn der eine qualifiziert zum Reservieren scheint und der andere nicht. Das sollte nicht davon abhängen, ob man ein gutes Verhältnis zur Brauerei oder zu Vertretern des WV hat." 

Abuzar Erdogan (SPD) habe grundsätzlich auch nichts gegen einen früheren Beginn, er frage sich jedoch, ob der WV für die Pacht des verlorenen Jahres dennoch zahlen müsse. Diese Frage konnte Heinz Bösl von der Stadtverwaltung beantworten. Er habe den genauen Vertag zwar nicht im Kopf, sei sich jedoch sicher, dass der WV auch bei Ausfall zahlen müsse - hier gebe es eine entsprechende Regelung im Pachtvertrag. "Soweit ich weiß, kostet es den WV 2021 jedoch nicht mehr Pacht, wenn die Wiesn um ein oder zwei Tage verlängert wird." 

Auch die Freien Wähler tragen den Vorschlag des WV mit: Robert Multrus unterstrich, er halte 17 Uhr ausreichend für den Beginn an einem Freitag. 

Sonja Gintenreiter (Grüne Stadtratsfraktion) begrüßt die Verlängerung wegen des diesjährigen Ausfalls: Sie sei selber im Spielmannszug aktiv und könne versichern, dass die meisten der Zugteilnehmer begeisterte Wiesngänger seien, die sich "gerne freinehmen". Sie könne sich einen Kompromiss vorstellen, dass der Einzug beispielsweise erst um 15 Uhr stattfinden könnte, sodass die Teilnehmer bis mittags arbeiten könnten und es dennoch rechtzeitig zum Umzug schaffen. 

Fraktionskollege Franz Lukas betonte abschließend, dass es "egal" sei, ob der Einzug eine Stunde eher oder später geschehe. "Darüber brauchen wir doch nicht diskutieren. Diejenigen die hingehen sind begeistere Wiesngänger, die dürfen eher anfangen und basta." 

Oberbürgermeister Andreas März (CSU) kürzte das Ganze daraufhin ab mit den Worten: "Wer hat Lust auf oan Dog länger Wiesn? 17 Uhr?" Der Beschluss dazu fiel nach kurzer Diskussion einstimmig aus. Die Mitglieder des Ausschusses sprachen sich für einen Start des Einzugs um 17 Uhr und einen Anstich gegen 18 Uhr aus. Somit geht das Jubiläums-Herbstfest von 27. August bis 12. September 2021. Samstag, 28. August 2021, soll von der Öffnungszeit an die übrigen Wochentagregelungen angepasst werden (Start 11 Uhr).

mb

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