Betonsperren, Suchhunde oder Videoüberwachung

Wiesn-Regeln 2019: So plant die Polizei

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Rosenheim - Auf geht's zum Herbstfest! Nicht nur für die Freunde der fünften Jahreszeit, sondern auch für die Einsatzkräfte der Polizei beginnt in wenigen Tagen wieder eine sehr turbulente Zeit.

Wenn ab Samstag, 31. August, wieder rund eine Million Besucher auf der Loretowiese erwartet werden, liegt dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Sicherheit der "Wiesn-Besucher" am Herzen. Die Polizei ist zusammen mit Wirtschaftlichem Verband, Stadt und Landkreis Rosenheim darauf gut vorbereitet.

Die Einsatzleitung obliegt wieder Polizeidirektor Volker Klarner und seinem Stellvertreter, Polizeirat Johann Brumbauer. Eine erhöhte Polizeipräsenz durch uniformierte und zivile Beamte wird rund um das Veranstaltungsgelände umgesetzt. Unterstützt werden die Rosenheimer Schandis dabei in diesem Jahr wieder durch geschlossene Einheiten der Bayer. Bereitschaftspolizei, Einsatzzüge des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, von Einsatzkräften der Verkehrspolizeiinspektionen, der Reitergruppe und durch Diensthundeführer. Daneben sind Kräfte der Bundespolizei im Einsatz. 

Polizeidirektor Volker Klarner und Polizeirat Johann Brumbauer leiten den Einsatz auf der Wiesn.


Im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen erfolgt unter anderem eine tägliche Absuche der Wiesnzelte unter Einsatz speziell ausgebildeter Sprengstoffsuchhunde. Mit österreichischen Kolleginnen und Kollegen aus dem benachbarten Tirol wird unsere "Wiesnwache" auch in diesem Jahr „grenzüberschreitenden Wiesn-Streifen“ auf dem Herbstfest durchführen. Die Polizei stellt jedoch eindeutig klar: Dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd liegen derzeit keine konkreten Gefährdungshinweise für das Rosenheimer Herbstfest vor.

Zaun, Betonsperren und Videokameras

Um einen unkontrollierten Zugang zum Festgelände zu verhindern, wird es auch in diesem Jahr eine vollständige Umzäunung der Loretowiese geben. Zusätzlich werden an verschiedenen Eingängen Betonsperren als Durchfahrschutz angebracht. 

Als weiterer wichtiger Baustein des Sicherheitskonzeptes wird die Videoüberwachung auf dem Herbstfestgelände erweitert und in der Innenstadt fortgeführt. Auch dieses Jahr wird der Bahnhof Rosenheim wieder durch die örtlich zuständige Bundespolizei videoüberwacht sein. Zudem werden die eingesetzten Polizeikräfte wie in den Vorjahren mit Bodycams ausgestattet sein. 

Wiesn-Wache als Anlaufpunkt:

Die Polizei ist rund um die Uhr erreichbar! Auf dem Festgelände sind die Polizistinnen und Polizisten der Wiesnwache die besten Ansprechpartner bei Problemen. Die Wache am Glückshafen ist während der Festtage von 13 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, natürlich auch an Samstagen und Sonntagen. Die Polizei ist dort persönlich erreichbar oder unter der Telefonnummer (08031) 200-2250. Natürlich hat auch jeder Besucher die Möglichkeit, sich unter der Notrufnummer 110 direkt mit der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium in Verbindung zu setzen. Gerade bei verdächtigen Wahrnehmungen bittet die Polizei darum, das unverzüglich und ohne Scheu zu tun!

Diese Regeln gilt es zu beachten:

  • Um der Polizei und den Sicherheitsdiensten die Arbeit zu erleichtern und Wartezeiten an den Eingängen zu verhindern, appelliert die Polizei: Bitte größere Gepäckstücke am besten zu Hause lassen! Gefährliche Gegenstände (z.B. Waffen, Messer oder Pfefferspray) dürfen nicht mitgeführt werden. Das gilt auch für alle Mannsbilder in Tracht, die den obligatorischen Hirschfänger nicht dabei haben sollten! Ein generelles Verbot, Taschen oder Rucksäcke mit auf das Festgelände zu nehmen, gibt es jedoch nicht. 
  • Die hohe Polizeipräsenz soll allen Besuchern ein gutes Sicherheitsgefühl vermitteln. An den Zugängen finden Selektivkontrollen statt, wobei stichprobenartig Taschen- und Rucksackkontrollen durchgeführt werden.
  • "Kraftlackel" und "Stänkerer" machen nur einen verschwindend geringen Anteil an der Besucherflut aus. Sollten Sie aber trotzdem auf solche treffen, gehen Sie Streitigkeiten und Pöbeleien am besten ganz aus dem Weg. Lassen Sie sich nicht provozieren und wenden Sie sich gegebenenfalls an die Beamten der Wiesnwache. Die Polizei wird zur Verhütung von Straftaten auch in diesem Jahr Personen in Gewahrsam nehmen. Randalierer müssen außerdem mit einem Wiesnverbot des Veranstalters rechnen
  • Jugendschutz wird groß geschrieben: Betrunkenen Kinder und Jugendliche will niemand sehen! Die enge Zusammenarbeit bei den Kontrollen mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt Rosenheim hat sich bewährt und wird auch heuer fortgesetzt. Die Polizei appelliert daher an die gastronomischen Betriebe auf dem Festplatz und in der Innenstadt, aber auch an Betreiber von Tankstellen, Getränkemärkten und anderen Geschäften, keinerlei Alkohol an Kinder abzugeben und Jugendliche nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu bedienen.
  • Alkohol und Autofahren vertragen sich nicht: Der mögliche Führerscheinverlust ist angesichts der erheblichen Unfallgefahren für sich und andere dabei noch das geringste Übel. Achtung: Auch mit dem Fahrrad ist man nicht gänzlich „aus dem Schneider“. Organisieren Sie bereits im Vorfeld die Heimfahrt, wenn Sie sich eine gemütliche Maß Bier gönnen wollen. 
  • Diebstahl ist Diebstahl, auch wenn es „nur“ ein Maßkrug ist. Lassen Sie den Krug dort wo er hingehört, nämlich im Bierzelt. Eine Anzeige wegen Diebstahls, die mögliche Gefahr, dass dieser von jemanden als Schlagwerkzeug genutzt wird oder eine Verletzung durch Glasscherben können weder der materielle, noch der ideelle Wert des „illegalen Souvenirs“ wettmachen. 
  • Auch Langfinger gehen zum Herbstfest: Legen Sie deshalb keine Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt ab. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie sie voraussichtlich auch brauchen. Dass EC-Karte und Geheimnummer niemals gemeinsam aufbewahrt werden, sollte selbstverständlich sein. Halten Sie die Augen auf und bleiben Sie aufmerksam. Sollten Sie trotzdem bestohlen werden, wenden Sie sich an die Polizei. 
  • Sein Auto "am Haken" eines Abschleppfahrzeuges sieht wohl keiner gerne. Viel stressfreier als die wegen begrenztem Angebot mühsame Parkplatzsuche ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr. So kann man zudem noch vermeiden, dass wegen unzulässigen Parkens ein Verwarnungsgeld fällig wird oder in schwerwiegenderen Fällen ein polizeiliches Abschleppen veranlasst werden muss.
  • Die berühmte Nadel im Heuhaufen ist oft leichter zu finden als verlorengegangene Gegenstände auf dem pulsierenden Festgelände. Fundsachen können während der Veranstaltung auf dem Festgelände am Haupteingang und zu den üblichen Öffnungszeiten beim Fundamt der Stadt Rosenheim abgeholt und abgegeben werden. 
  • Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner rund um das Festgelände! Denn gerade die Anrainer haben ein Anrecht auf Ihre Nachtruhe. Entsorgen Sie Müll in dafür vorgesehenen Behältnissen und nicht in den Vorgärten rund um die Loretowiese. Und erledigen Sie Ihre „Geschäfte“ in den zahlreichen Toilettenanlagen auf dem oder rund um das Festgelände.

Polizei Oberbayern Süd/mw

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