Am Wochenende mehr Ärger auf der Wiesn

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Rosenheim - Das Wochenende ist auf dem Herbstfest leider nicht ganz friedlich verlaufen. Die Polizei hatte es mit Schlägern, Pöbeleien und einem Grapscher zu tun.

Wie erwartet, kamen bei schönem Wetter am mittleren Herbstfestwochenende viele Besucher auf die Rosenheimer Wiesn. Besonders in der Nacht zum Sonntag hatten die Beamten der Wiesnwache einiges zu tun. Viele Menschen auf engem Raum, in Verbindung mit teilweise zu viel Alkohol, sorgten für einige Auseinandersetzungen.

Die vergangene Woche hatten die Beamten der Wiesnwache als überwiegend friedlich eingestuft. Nur wenige körperliche Auseinandersetzungen waren zu bearbeiten gewesen. Am Wochenende jedoch war der Besucherandrang enorm und offenbar auch der Alkoholkonsum mancher Besucher. Zu Streitereien kam es ausschließlich unter alkoholisierten Personen.

Betrunkene Schläger

Mit unglaublichen 3,8 Promille hatte am Freitagabend ein 50-Jähriger auf dem Gelände randaliert und Leute angepöbelt. Der aggressive Mann musste kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden und erhielt schließlich ein Wiesnverbot.

Zwei 48-jährige Männer hatten sich offenbar bei einer Auseinandersetzung am Freitag Handverletzungen zugezogen und sich zunächst zur Behandlung zum Rettungsdienst begeben. Dort überlegten sie es sich dann aber anders. Eine Behandlung ablehnend beleidigten sie letztendlich noch die Helfer und gingen diese sogar körperlich an. Sicherheitsdienst und Polizei mussten einschreiten und wieder ein Wiesnverbot aussprechen.

Masskrug ins Gesicht

Samstagabend schlug nach jetzigen Erkenntnissen eine unbekannte Frau in einem giftgrünen Dirndl einer 45-Jährigen in der Auerbräu-Festhalle einen Masskrug ins Gesicht, so dass diese eine Platzwunde davontrug. Die Unbekannte entfernte sich daraufhin mit ihrem Begleiter, der mit einem rot-karierten Hemd bekleidet war. Die Polizei sucht Zeugen.

Sicherheitsdienst lebt gefährlich

Angehörige des Sicherheitsdienstes mussten am Samstagabend zwei Männern den Zutritt zu einem Ausschank verweigern und wurden darauf von diesen offenbar angegriffen. Die beiden betrunkenen Angreifer im Alter von 22 und 25 Jahren schlugen um sich und wurden letztendlich zu Boden gebracht. Dabei erlitten sie leichte Wunden, die vom Rettungsdienst versorgt werden mussten. Auch ein Angehöriger des Sicherheitsdienstes erlitt eine leichte Gesichtsverletzung und kam in Behandlung.

Ein randalierender italienischer Staatsangehöriger verletzte einen Angehörigen des Sicherheitsdienstes mit einem Kopfstoß. Auch der 30-jährige Mann aus Meran blutete und musste behandelt werden. Anzeige wurde erstattet und 800 Euro Sicherheitsleistung für das zu erwartende Strafverfahren einbehalten, danach durfte er seine Heimreise nach Südtirol antreten.

Ein Kössener musste 1200 Euro Sicherheit leisten und durfte erst dann die Heimreise antreten. Völlig grundlos hatte er eine Polizeistreife mehrfach beleidigt. Die Beamten nahmen in darauf fest. Nachdem dem angetrunken 25-Jährigen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zur Leistung der 1200 Euro Sicherheit eröffnet worden war, schlug er mit seiner Faust mit voller Wucht gegen die Zellenwand - und brach sich dabei nach ersten Erkenntnissen mehrere Finger. Die Beamten übergaben ihn dem Rettungsdienst.

Grapscher bekommt Wiesnverbot

Wegen Belästigung mehrerer Frauen schickte der Sicherheitsdienst einen 57-Jährigen nach Hause. Mehrfach war er dabei beobachtet worden, wie er an einem Stand Frauen ans Gesäß fasste. Als er auch auf Anordnung damit nicht aufhörte, wurden seine Personalien festgestellt und er mit einem Wiesnverbot heimgeschickt.

Mehrere Männer bekamen zu spüren, dass das Wiesnverbot kein „zahnloser Tiger“ ist und wurden wegen Hausfriedensbruch angezeigt, nachdem sie das Herbstfestareal unerlaubt betreten hatten. Darunter auch ein 32-jähriger Italiener, der auf Anordnung der Staatsanwaltschaft nun 500 Euro zu hinterlegen hatte und jetzt wohl endgültig die Heimreise angetreten hat.

Wie immer befanden sich auch am Wochenende Jugendbeamte der Polizei und Mitarbeiter des Stadtjugendamtes auf dem Gelände. Sie hatten wieder mehrere Jugendliche zu betreuen. Darunter eine 16-Jährige, die sich vor Angehörigen der Sicherheitswacht übergeben hatte und eine andere 16-Jährige, der eine Flasche Schnaps abgenommen werden musste.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © re

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