Herbstfest: Sicherheitskonzept steht

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Rosenheim - Auf geht´s ins 151. Herbstfest-Jahr! Nicht nur für die Freunde der fünften Jahreszeit, sondern auch für die Einsatzkräfte der Polizei beginnt bald wieder eine turbulente Zeit.

Um den mehr als einer Million erwarteten Besuchern dabei den Besuch so angenehm und sicher wie möglich zu machen, liefen in den vergangenen Monaten die Vorbereitungen auf Hochtouren. In enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dem Wirtschaftlichen Verband der Stadt und des Landkreises, sowie der Stadtverwaltung Rosenheim gehen die Ordnungshüter bestens vorbereitet in die kommenden 16 ereignisreichen Wiesntage.

Polizeidirektor Herbert Krauß leitet in diesem Jahr erstmalig den Gesamteinsatz. Als Leiter der Rosenheimer Polizeiinspektion wird er mit seinen Kolleginnen und Kollegen sowohl auf dem Festgelände, als auch nach Wiesnende im Stadtbereich nach dem Rechten sehen. Unterstützt werden die Rosenheimer "Schandis" dabei von Beamtinnen und Beamten der Bereitschaftspolizei, des Einsatzzuges, der Verkehrspolizeiinspektion sowie von Polizeireitern und Hundeführern. Einsatzleiter Herbert Krauß: „Sowohl meine Kolleginnen und Kollegen, als auch ich selbst, gehen gut vorbereitet und mit viel Engagement in den diesjährigen Einsatz, um unseren Beitrag für ein erfolgreiches und friedliches 151. Rosenheimer Herbstfest zu leisten. Damit dies gelingt, sind wir auf die Mithilfe und das Vertrauen der Rosenheimer Bürger und der Herbstfestbesucher angewiesen.“

Die Wiesnwache – der Anlaufpunkt „für alle Fälle“

Die Polizeibeamtinnen und -beamten der Wache am Glückshafen werden den Besuchern wieder in Notlagen zur Seite stehen und ihre Streifenrunden über das Festgelände drehen. Die Wiesnwache ist geöffnet an Samstagen, Sonntagen und Kindertagen (mittwochs) jeweils von 13 Uhr bis 24 Uhr und an den restlichen Tagen von 16 Uhr bis 24 Uhr. Direkt erreichbar ist die Wiesnwache unter der Telefonnummer 08031/ 200-2250.

Jugendschutz wird groß geschrieben

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen auf dem Herbstfest hat auch 2012 wieder hohe Priorität. Die enge Zusammenarbeit bei den Kontrollen mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt Rosenheim hat sich bewährt und wird auch heuer fortgesetzt. Hauptziel wird wieder sein, dem übermäßigen Alkoholgenuss Jugendlicher entgegenzuwirken. Die Polizei appelliert daher an die gastronomischen Betriebe auf dem Festplatz und der Innenstadt, aber auch an Betreiber von Tankstellen, Getränkemärkten und anderen Geschäften, keinerlei Alkohol an Kinder abzugeben und Jugendliche nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu bedienen. In erster Linie stehen aber natürlich Eltern und andere mit der Erziehung beauftragte Personen in der Pflicht, die gegenüber ihrem Nachwuchs die generelle Aufsichtspflicht haben.

Videoüberwachung komplettiert Sicherheitskonzept

Die offen auf dem Festgelände installierten Anlagen führten in den vergangenen Jahren zur Aufklärung etlicher Straftaten und waren darüber hinaus bei der Steuerung von Rettungs- und Einsatzkräften ein wirksames Hilfsmittel. Auf sie kann und will die Polizei auch in diesem Jahr nicht verzichten.

Übrigens - manch Ärger und Gefahr sind leicht zu vermeiden:

Alkohol und Autofahren vertragen sich nicht: Der mögliche Führerscheinverlust ist angesichts der erheblichen Unfallgefahren für sich und andere dabei noch das geringste Übel. Achtung! Auch mit dem Fahrrad ist man nicht gänzlich „aus dem Schneider“. Organisieren Sie bereits im Vorfeld die Heimfahrt, wenn Sie sich eine gemütliche Maß Bier gönnen wollen.

Diebstahl ist Diebstahl, auch wenn es „nur“ ein Maßkrug ist: Lassen Sie den Krug dort wo er hingehört, nämlich im Bierzelt. Eine Anzeige wegen Diebstahls, die mögliche Gefahr, dass dieser von jemanden als Schlagwerkzeug genutzt wird oder eine Verletzung durch Glasscherben können weder der materielle, noch der ideelle Wert des „illegalen Souvenirs“ wettmachen.

Auch Langfinger gehen zum Herbstfest: Gerade die Menschenmengen bei Großveranstaltungen erleichtern Dieben ihre krummen Touren. Legen Sie deshalb keine Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt ab. Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie sie voraussichtlich auch brauchen. Dass EC-Karte und Geheimnummer niemals gemeinsam aufbewahrt werden, sollte selbstverständlich sein. Halten Sie die Augen auf und bleiben Sie aufmerksam. Sollten Sie trotzdem bestohlen werden, wenden Sie sich an die Polizei.

Sein Auto „am Haken“ eines Abschleppfahrzeuges sieht wohl keiner gerne. Viel stressfreier, als die wegen begrenztem Angebot mühsame Parkplatzsuche, ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr. So kann man zudem noch vermeiden, dass wegen unzulässigen Parkens ein Verwarnungsgeld fällig wird oder in schwerwiegenderen Fällen ein polizeiliches Abschleppen veranlasst werden muss. Dann wird’s nämlich richtig teuer.

Die berühmte Nadel im Heuhaufen ist oft leichter zu finden, als verlorengegangene Gegenstände auf dem pulsierenden Festgelände. Fundsachen können während der Veranstaltung auf dem Festgelände am Haupteingang und zu den üblichen Öffnungszeiten beim Fundamt der Stadt Rosenheim abgeholt und abgegeben werden.

Kraftlackel und Stänkerer machen nur einen verschwindend geringen Anteil an der Besucherflut aus. Sollten Sie aber trotzdem auf solche treffen, gehen Sie Streitigkeiten und Pöbeleien am besten ganz aus dem Weg. Lassen Sie sich nicht provozieren und wenden Sie sich gegebenenfalls an die Beamten der Wiesnwache. Randalierer müssen mit einem Wiesnverbot des Veranstalters rechnen!

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner rund um das Festgelände! Denn gerade die Anrainer haben ein Anrecht auf Ihre Nachtruhe. Entsorgen Sie Müll in dafür vorgesehenen Behältnissen und nicht in den Vorgärten rund um die Loretowiese. Und erledigen Sie Ihre „Geschäfte“ in den zahlreichen Toilettenanlagen auf und rund um das Festgelände.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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