Friedlicher Abend beim Feuerwerk

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Rosenheim - Die gute Stimmung ist beim Wiesn-Feuerwerk nur vereinzelt getrübt worden. Einige Gäste hatten zu viel getrunken oder hatten bereits ein Wiesnverbot.

Das alljährliche Feuerwerk am gestrigen Donnerstagabend läutete den Wiesnendspurt für die letzten Tage ein, ehe am Sonntagabend die Zapfhähne zugedreht werden. Trotz voller Bierzelte blieb es gestern - aus polizeilicher Sicht jedenfalls - wieder ein verhältnismäßig ruhiger Tag.

Die gute Stimmung trübte um kurz nach 22 Uhr ein 44-Jähriger, der sich in einem Bierzelt ungebührlich aufführte. Weil er von Tisch zu Tisch sprang und dabei die anderen Gäste gegen sich aufbrachte, wurde der Mann aus Niederösterreich vom Sicherheitsdienst aus dem Zelt verwiesen und an Beamte der Wiesnwache übergeben. Auf dem Weg zur Wache trat er einen Polizisten und ließ sich mehrmals auf den Boden fallen. All das half ihm letztlich nichts. Er musste die Nacht in einer Zelle der Polizeiinspektion verbringen und konnte erst am Morgen die Heimreise nach Österreich antreten. Er wird sich demnächst wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen die Beamten verantworten müssen.

Zwei junge Burschen aus Bruckmühl wurden um 21.35 Uhr auf dem Festgelände kontrolliert. Weil gegen beide in den vergangenen Tagen bereits ein Wiesnverbot ausgesprochen worden war, erwartet die 16 und 17 Jahre jungen Männer eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Der 16-Jährige wird daneben noch wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz angezeigt, weil er ein verbotenes Einhandmesser dabei hatte.

Um kurz vor 23 Uhr fiel einer Streife in Bad Aibling ein Mofafahrer auf und wurde kontrolliert. Der 57-jährige hatte auf dem Herbstfest deutlich zu viel „getankt“, ehe er sich auf den Heimweg machte. Weil bei dem durchgeführten Alkotest ein Wert von gut 1,5 Promille herauskam, musste er zur Blutentnahme mitkommen. Außerdem wird geprüft, ob er das Mofa überhaupt hätte führen dürfen.

Wenig Freude hatte eine Ehefrau, welche ihren Mann um 18.40 Uhr an einem Taxistand in Empfang nahm. Der 30-Jährige lag zuvor völlig betrunken vor einem Fahrgeschäft in einer Pfütze. Als Sanitäter zu Hilfe kamen, „flüchtete“ der Mann und wollte sich in der Nähe verstecken. Eine Streife der Wiesnwache konnte ihn dann aber in Obhut nehmen und bis zum erwähnten Taxistand begleiten. Bei dem Obinger Paar dürfte der Haussegen wohl auch heute noch schief hängen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © re

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