Wiesn: Aufmüpfige Österreicher pöbeln

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Rosenheim - Auch am Erntedank-Sonntag kam die Polizei auf dem Herbstfest nicht zur Ruhe. Von pöbelnden Betrunkenen bis hin zur Körperverletzung war wieder alles dabei.

Als der Festgottesdienst am Max-Josefs-Platz zu Ende und der farbenfrohe Festzug auf der Loretowiese eingetroffen war, begann auch für die Rosenheimer Polizei wieder ein arbeitsreicher Tag auf dem und rund um das Rosenheimer Herbstfest.

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Als um 17.45 Uhr vor einem Stand zwei 25 und 27 Jahre alten Männer rangelten, kam eine unbeteiligte 23-Jährige zu Sturz und verletzte sich dabei leicht. Während sich der 25-jährige Tiroler den einschreitenden Polizeibeamten gegenüber umgänglich verhielt, rastete der ältere Mann aus Rosenheim aus. Auf der Wiesnwache riss er sich immer wieder los oder warf sich auf den Boden. Gefesselt mussten ihn die Beamten zur Polizeiinspektion dann sogar tragen. Bevor es in die Haftzelle ging, versuchte er einem der Beamten noch einen Kopfstoss zu verpassen, was glücklicherweise aber misslang.

Etwa 23 Jahre alt, ungefähr 1,75 Meter groß, schlanke, athletische Figur und mit blauen Jeans und einem dunklen T-Shirt bekleidet – so beschreibt eine 20-Jährige den Mann, der sie am späten Sonntagabend um kurz vor 24.00 Uhr in der Frühlingstraße unweit des Festgeländes zwei Mal mit einer brennende Zigarette mutwillig verletzte - zuerst im Gesicht und dann im Dekolletébereich. Der Täter dieser gefährlichen Körperverletzung konnte auch im Rahmen einer Fahndung nicht mehr festgestellt werden. Zeugen, die Angaben in dieser Sache machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter Tel. 08031 / 2000 zu melden.

Zahlreiche Besucher aus dem nahen Tirol hatten sich am gestrigen Sonntag auf den Weg nach Rosenheim gemacht. Und einige davon sorgten für Ärger. Ein 17-Jähriger aus Sankt Johann trat um 18.45 Uhr am Festgelände gegen einen geparkten Pkw. Bei der Feststellung seiner Personalien gab er einen falschen Namen an und wurde zur Wiesnwache mitgenommen. Stolze 3,2 Promille ergab dort der Alkotest. Die Wartezeit bis zur Abholung durch seine Eltern verbrachte er in einer Zelle.

Um 17.00 Uhr pöbelte ein 18-Jähriger, ebenfalls aus Sankt Johann, in einem Bierzelt andere Gäste und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes an. Trotz des folgenden Betretungsverbotes wurde er knapp fünf Stunden später wieder in der Hauptgasse auf dem Herbstfest angetroffen. Er konnte sich zu dieser Zeit kaum noch artikulieren oder auf den Beinen halten – kein Wunder bei fast drei Promille. Auch er wurde bis zur Abholung in Gewahrsam genommen, darüber hinaus erwartet ihn eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Zu Fuß auf den weiten Heimweg nach Bad Endorf machten sich zwei Mädchen am Sonntagabend gegen 21.00 Uhr. Die beiden 10 und 12 Jahre alten Schwestern hatten auf der Wiesn ihre Eltern verloren und versuchten es dann halt „per pedes“, ehe sie stadtauswärts in Richtung Schlossberg aufgegriffen wurden. Wie sich herausstellte, hatten sie ihre Mutter und eine Freundin im Trubel verloren. Das verbleibende Geld investierten sie aber lieber in Karussellfahrten und Lebkuchenherzen, so dass ihnen nichts mehr für eine Taxifahrt nach Hause blieb. Nach diversen Telefonaten konnte die aufgeregte Mutter erreicht werden und ihre Töchter auf der Wache abholen.

„Im statistischen Vergleich bewegen wir uns bei den festgestellten Straftaten etwa auf Vorjahresniveau“, so Einsatzleiter Herbert Krauß. „Während wir bei den Körperverletzungsdelikten erfreulicherweise bis jetzt einen spürbaren Rückgang feststellen können, haben die Eigentumsdelikte leider zugenommen“.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa/re

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