Herbstfest: Polizei-Bilanz

Die Polizeibilanz zum Herbstfest 2014

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Auch die Miss Herbstfest verhielt sich brav und musste natürlich nicht, wie es dieses Bild vorgibt, von der Polizei abgeführt werden.

Rosenheim - Schon am Sonntag zog die Polizei Bilanz. Die große Masse der Herbstfest-Besucher verhielt sich friedlich. Die Statistiken über Körperverletzungen, Diebstähle und Wiesnverbote.

Der sehr erfreuliche polizeiliche Eindruck der bislang 15 Festtage konnte auch durch die Wochenendtage nicht geschmälert werden, an denen es in diesem Jahr seltener Gründe für ein polizeiliches Einschreiten gab. Zwar gab es, wie schon in den Vorjahren, insbesondere an den Wochenenden und in den späten Abendstunden, Einsatzspitzen zu verzeichnen, insgesamt gesehen jedoch ohne gravierende Sicherheitsstörungen.

Körperverletzungen

Bislang (Stand bis Samstagabend) wurden 40 Körperverletzungsdelikte auf dem Herbstfestgelände registriert, das sind bis jetzt drei weniger als im letzten Jahr. Angesichts der Besucherzahlen von knapp einer Million darf bei diesen vergleichsweise niedrigen absoluten Zahlen durchaus von einem friedlichen Volksfest gesprochen werden, auch wenn jegliche Gewaltanwendung in den Augen der Polizei nicht zu tolerieren ist. Gemeinsam mit den Ordnungsdiensten konnte bei vielen Auseinandersetzungen bereits in einem frühen Stadium eingeschritten werden, ehe Schlimmeres passierte.

Wiesnverbote

Ein beim Wiesnbesucher gefürchtetes, für den Veranstalter und die Polizei aber wertvolles Mittel: das Wiesnverbot. Auch heuer wurde das Verbot vor allem gegen junge männliche und alkoholisierte Randalierer ausgesprochen. Die verhängten Verbote liegen in etwa auf Vorjahres-Niveau. Bislang wurden 74 Personen des Festgeländes verwiesen.

Gewahrsam

Wie Betretungsverbote sind Gewahrsamnahmen Indikatoren des polizeilichen Arbeitsanfalles auf dem Herbstfest. Mit bis jetzt 35 Maßnahmen bewegen sich die Arreste zum eigenen Schutz bzw. zur Sicherheit der Festgäste heuer auf dem gleichen niedrigen Niveau des Vorjahres (2013: 36). Darunter waren wie im Jahre 2013 10 Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern bei der Polizei abgeholt werden mussten.

Jugend

Das Konzept der Vorjahre, gemeinsam mit Vertretern der Stadt gegen den Alkoholmissbrauch Minderjähriger mit klarer Linie einzuschreiten, lag auch heuer wieder im Fokus der Polizei und der Stadt Rosenheim. Bei den gemeinsamen Kontrollen wurden mehrere Hundert Kinder und Jugendliche überprüft. Dabei wurde das Augenmerk auf den Ausschank und die Weitergabe von Alkohol, auch schon im Vorfeld und Umgriff des Herbstfestes gelegt. Erfreulicherweise gab es hier in den Schankbetrieben nur wenige Beanstandungen. Obwohl wieder einige stark alkoholisierte Kinder und Jugendliche aufgegriffen wurden, lagen die diesjährigen Feststellungen deutlich unter Vorjahresniveau. Dies verdeutlicht, dass die getroffenen Maßnahmen der Stadt und der Polizei Wirkung zeigen.

Diebstahl

Bis heute wurden 33 Eigentumsdelikte auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. Hauptsächlich Mobiltelefone (12) sowie Fahrräder (9) wechselten den Besitzer. Die allermeisten Besucher beherzigten die Präventionshinweise der Polizei und hielten ihre „Siebensachen“ zusammen. Auch die Videoüberwachung schreckt potentielle Täter ab, weil das Entdeckungsrisiko für sie sehr hoch ist. Das Phänomen Maßkrugdiebstahl verliert weiter an Bedeutung, hier musste bislang nur ein Fall aufgenommen werden. Offenbar haben die Mitarbeiter der Sicherheitsdienste auch in diesem Jahr wieder gut hingeschaut und die Mitnahme von Krügen durch Festbesucher verhindert.

Verkehr

Die Zahl der Abschleppungen ist mit bislang 17 auf einem sehr niedrigen Stand, waren es doch im Vorjahr noch 38. Offenbar zeigen die Autofahrer nach wie vor Verständnis für die stringenten Überwachungsmaßnahmen von Polizei und kommunaler Parkraumüberwachung, vor allem im Bereich von Behindertenparkplätzen und Feuerwehranfahrtszonen.

Wie angekündigt, wurden natürlich auch wieder Alkoholkontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Bislang (Stand Samstag) waren 14 Fahrzeugführer mit zu hohen Alkoholwerten auffällig. Dies liegt auf Vorjahresniveau. Volksfestbedingte Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss waren auch in diesem Jahr die absolute Ausnahme. Denn immer stärker ausgeprägt ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel oder das Bilden von Fahrgemeinschaften sowie die Zulassung von deutlich mehr Taxis.

Der Herbstfesteinsatz 2014 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde mit Einsatzkräften aus dem eigenen Präsidialbereich und Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei bewältigt. Neben den Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim verrichteten auch Polizisten, insbesondere der benachbarten Reviere, ihren abwechslungsreichen Dienst in der Wiesnwache auf dem Festgelände oder im Umfeld der Loretowiese. Da sich das Rosenheimer Herbstfest auch im benachbarten Österreich zunehmender Beliebtheit erfreut, unterstützte heuer auch erstmalig eine österreichische Kollegin aus Tirol die Rosenheimer Kolleginnen und Kollegen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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