"Nanuk" ist schon um 7.30 Uhr im Bierzelt

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Diensthundeführer Roland Wiesmaier und Polizeihund „Nanuk“ zählten gestern wieder zu den ersten Wiesn-Besuchern und suchten das Flötzinger-Zelt nach Sprengstoff ab. Schlecker

Rosenheim – Zu den ersten Besuchern auf der Wiesn zählen Sprengstoffhund "Nanuk" und sein Herrchen Diensthundeführer Roland Wiesmaier. Sie sorgen in den Bierzelten schon früh morgens für Sicherheit:

Während so mancher Wiesn-Besucher um diese Zeit noch im Bett lag und möglicherweise mit den Folgen des Herbstfest-Besuches am Vorabend kämpfte, zählten der achtjährige Polizeihund "Nanuk" und sein Herrchen, Diensthundeführer Roland Wiesmaier, gestern zu den ersten Wiesn-Gästen. Pünktlich um 7.30 Uhr drehten sie ihre Runde in den Bierburgen – auf der Suche nach eventuell verstecktem Sprengstoff.

"Nanuk" ist ausgebildeter Sprengstoffhund und ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzeptes, das die Polizei für das Herbstfest entwickelt hat. Und dazu gehören die morgendlichen Runden auf der Loretowiese. Wegen des Umfangs der Absuche müsse jeden Tag ein zweiter Polizeihund im Einsatz sein, weiß Pressesprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. 

Bis zu einer Stunde kann der Einsatz der Hunde dauern. "Wirklich Schwerstarbeit", so Thalmeier mit Hinblick auf die vielen verschiedenen Gerüche, die eine Hundenase in einem Bierzelt wahrnimmt. Wurst-, Fleisch- oder Bierduft bringen "Nanuk" nicht aus der Ruhe: Während seiner Ausbildung hat er gelernt, nur beim Fund von Sprengstoff anzuschlagen.

Glücklicherweise wurde er auf der Wiesn bisher nicht fündig, sodass sein Hundeführer auf spielerische Art für Erfolgserlebnisse bei seinem Gefährten sorgen muss, damit dessen Arbeitsmoral ungetrübt bleibt.

"Nanuk" hat nicht an allen Tagen Dienst. "Um die Aufgabe bewältigen zu können und die Hunde nicht zu überfordern, müssen wir auf Tiere der Hundestaffeln in Weilheim und Traunstein zurückgreifen", erläutert Thalmeier. Wenn "Nanuk" frei hat, ist die Wiesn für ihn im Gegensatz zu den Hundeführern freilich tabu.

Oberbayerisches Volksblatt

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