Der Wiesnsplitter vom Donnerstag

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Rosenheim - Der Wiesnigel Ignaz hat sich auf der Loretowiese wieder ins Getümmel geschmissen und so manchen Lacher aufgeschnappt. Der Wiesnsplitter vom Donnerstag:

Ein zweischneidiges Schwert sei der offizielle Wiesnbesuch, meinte Starbulls-Trainer Franz Steer. Einerseits sollen die Eishockey-Spieler Geselligkeit pflegen, was gut für die Teambildung sei, andererseits muss kurz vor der Punktspielrunde die volle Konzentration auf die Vorbereitung für den Start am Wochenende gelegt werden. "Am nächsten Tag haben wir um 8.30 Uhr Training, da weiß jeder selber, wie er sich beim Wiesnbesuch verhalten muss", so Steer, der im Flötzinger-Festzelt nur Spezi im Steinkrug hatte. Die Privatbrauerei ist auch Sponsor der Starbulls, und Andreas Steegmüller-Pyhrr hofft, dass die Mannschaft vom Wiesnbesuch gestärkt in die Saison startet. Neuzugang Kim Staal hatte schon vom Herbstfest gehört, dass es aber so fantastisch sei, hätte er nicht geglaubt. "Einfach grandios", meinte er. Unser Bild zeigt die weiteren Neuzugänge Tyler McNeely (links) und Shawn Weller beim "harten Körperkontakt" mit der Miss Herbstfest Vroni Oswald.

Die Miss bei den Starbulls

Das gab eine Fachsimpelei über Bier, wie es der Wiesnigel Ignaz schon lange nicht mehr vernommen hat. Neun Braumeister aus sieben Brauereien trafen sich in der Auerbräu-Festhalle. Die Braukundigen von Auerbräu, Flötzinger-Bräu, Maxlrainer, Augustiner-Bräu aus München, Rothmooser aus Halfing, Camba Bavaria aus Truchtlaching und Wochinger aus Traunstein versammelten sich und verkosteten das Rosenheimer Herbstfestmärzen. Vor drei Jahren hatten die Meister das Treffen wiederaufleben lassen, das um die Jahrtausendwende eingeschlafen war und nun wieder abwechselnd beim Auer und beim Flötzinger stattfindet. Wie das Foto zeigt, gingen die Braumeister bei der Verkostung verantwortungsvoll mit dem Stoff um, dem ihr Berufsleben gewidmet ist - nach dem Motto: Maßhalten - "Pfiff" trinken...

Zum ersten Mal auf der Rosenheimer Wiesn fährt der "Dschungelbus" in der Flötzingergasse gegenüber dem Biergarten ab. Die Fahrt im bunten Bus macht Kindern verschiedenster Altersklassen Spaß, ebenso der Miss Herbstfest Vroni Oswald (Mitte). An der Kasse des Fahrgeschäfts von Bernardo Heinen-Agtsch aus München sitzt seine Schwester Romy Heinen. Sie sind mit großen Erwartungen aus München gekommen und zeigen sich mit dem bisherigen Verlauf durchaus zufrieden, auch wenn ihr Standort nicht optimal sei. "Auf jeden Fall werden wir uns nächstes Jahr wieder bewerben", so Romy Heinen. "Den könnten wir als Stadtbus für Kinder ganzjährig brauchen", schlug der Wiesnigel Ignaz vor.

Ein guter Brauch der beiden Verleger-Familien Miller aus Traunstein und Döser aus Rosenheim ist das jährliche Herbstfest-Treffen im Flötzinger-Festzelt. Da ist Zeit, sich nicht nur über Geschäftliches, sondern auch und vornehmlich über Familiäres zu unterhalten. Unser Bild zeigt von links Michaela und Oliver Döser, Geschäftsführer des OVB-Medienhauses, Dr. Georg Thurmayr und Frau, rechts die Familien Martin Miller und Thomas Miller und im Hintergrund rechts Verleger Alfons Döser, Ehrenvorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes von Stadt und Landkreis Rosenheim, mit Frau Hermine.

Mit dem Dirigieren tut sich Cornelia von Kerssenbrock vom Opern-Gut Immling derzeit schwer. Entweder sie hat zu lange dirigiert oder der Taktstock war zu schwer, mutmaßte der Wiensigel Ignaz. Jetzt erholt sie sich vom diesjährigen 17. Opernfestival auf dem "Grünen Hügel des Chiemgaus" auf der Rosenheimer Wiesn. "Einen Masskrug stemmen geht allemal", meinte sie lächelnd zum Igel.

Eine nette Überraschung gab es für den Wiesnigel Ignaz im Radio-Charivari-Wiesnstudio: Herbert Reiter (links), einfallsreicher Leiter der Aschauer Tourist-Info, hat für den Wiesnigel ein exklusives Ruhebankerl fertigen lassen. Ein Team um den Aschauer Bauhof-Chef Rudi Angermaier hat die Idee liebevoll umgesetzt, ganz im Stil der 145 originellen Aschauer Ruhebankerl. Mit den Worten "Da kann sich der Ignaz nach der Wiesn so richtig entschleunigen", überreichte Reiter das Bankerl an OVB-Redakteur Hendrik Heuser, der einen maßstabsgerechten Ignaz dort platzierte. Im Winter werde der Ignaz dort nochmals in aller Ruhe den 1983 erschienenen Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny aus Chieming lesen, erklärte der Beschenkte.

Christine Kirner (von links) feierte am Dienstag auf der Wiesn ihren 36. Geburtstag, ihr Bruder Sebastian war am Vortag 26 Jahre alt geworden; neben ihm seine 33-jährige Schwester Elisabeth. Feiern ist allerdings erst nach der Wiesn angesagt. Seit zwölf Jahren sind Manfred (von rechts) und Elisabeth Kirner Festwirte im Flötzinger-Festzelt und das mit zunehmendem Erfolg. Das Essen ist einfach spitze und dazu hilft die ganze Familie zusammen "und natürlich das ganze Team", wie der Festwirt aus Bad Feilnbach betont. Zum Geburtstag schenkte er seiner Tochter ein Dirndl, der Sebastian bekam eine neue Lederhose.

Wollte er ins "Guinness-Buch der Rekorde"? 100 Zillertaler Bürgermeister wollte Toni Sket (stehend vorne), Wirt des Rosenheimer Gasthauses "Zum Johann Auer",dem Wiesnigel auf dem Balkon der Auerbräu-Festhalle präsentieren. Leider habe aber der Tiroler Landeshauptmann eine Sitzung einberufen, so dass rund 40 Bürgermeister verhindert waren und erst zwei Tage später Skets Einladung folgen konnten. Mit dabei waren auch Mitglieder der "Bürgermeister-Blasmusikkapelle", die es unter ihrem Bandleader, Bezirkshauptmann Dr. Karl Mark aus Schwaz, schon zu einiger Berühmtheit gebracht hat.

Völlig überrascht war Angelika Voggenauer aus Bichl bei Grainbach am Samerberg, als sie erfuhr, dass sie einen Motorroller gewonnen hat. Für zwölf Euro hatte sie am Samstagabend Lose am Glückshafen gekauft - und unter den 36 Losen war einer der beiden Hauptgewinne. So gab es große Freude bei ihr und ihrem ebenfalls verdutzten Lebensgefährten Andreas Ramsauer (unser Bild). Seitdem steht bereits der nächste Motorroller mit vielen anderen tollen Preisen auf der Tribüne des Glückshafens. Es gibt noch zahlreiche Fahrräder, Fernseher, Hifi- und Haushaltsgeräte sowie hochwertige Spielsachen und Stofftiere zu gewinnen. Sollte man nicht so viel Glück haben wie die Voggenauers, kann man sich damit trösten, dass der Erlös des Glückshafens der Waisenhausstiftung der Stadt Rosenheim zugute kommt.

Auf das Wiesnplakat von 1925 macht Franz Schmid, offizieller Stadtführer der Touristinfo Rosenheim, seine Gäste bei der Stadtführung über die Wiesn aufmerksam. Er weiß von damals: "Da kostete das Bier auf der Wiesn 30 Pfennig, und so gingen viele Rosenheimer lieber zu den umliegenden Brauereien, da kostete es nur 23 Pfennig."

"Wir werden sicher noch mehr", meinte Bezirksrätin Christine Degenhart von den Freien Wählern, die auch für den Landtag kandidiert, im Flötzinger-Festzelt zum Wiesnigel Ignaz. Aber mehr waren auf dem Foto ohnehin nicht unterzubringen, und alle ihre potenziellen Wähler schon gar nicht. Mit der 49-jährigen Architektin hatte der Wiesnigel dann noch eine interessante Diskussion über moderne Architektur in historischen Ensembles.

"Damit‘s d‘ auch nach der Wiesn und der Wahl so gut ausschaust wia heit" - mit diesen Worten überreichten Uschi Meishammer (links), Vorsitzende der Frauen-Union Rosenheim-Stadt, und ihre Kollegin, Stadträtin Ulli Plankl, die "Wundercreme der Frauen-Union" an Auerbräu-Chef Ferdinand Steinacher. Falls das Töpferl leer ist, kann er sich die von Ulli Plankl selbst hergestellte "wohlriechende, faltenreduzierende und stimmungsauffrischende" Gesichtscreme aus Bio-Ingredienzien mit dem famosen Namen "Lockruf der Natur" wieder auffüllen lassen. Wie jedes Jahr trafen sich die CSU-Frauen zum lustigen Beisammensein in der Auerbräu-Festhalle. "Ham‘s dir gscheit eine gschmiert?", wollte der neugierige Wiesnigel Ignaz von Steinacher wissen, "hast es ja auch verdient..."

Rubriklistenbild: © jre

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