Wiesn-Streiflichter

Streiflichter: Kennen Sie die "Kippenstraße"?

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Sepp (links) und Anderl beim Saubermachen.

Rosenheim - Da dachte Wiesnigel Ignaz eigentlich, dass er sich blind auf dem Herbstfest auskennen würde. Doch wo liegt bitte die "Kippenstraße"? Und warum gibt's Mayonnaise zum Hendl?

"Kippenstraße nennen wir den Weg vor der Auerbräu-Halle", meint der Sepp, der mit dem Anderl und einem weiteren Zweiertrupp für Sauberkeit auf dem Herbstfestgelände sorgt. Von 4 bis 9 Uhr in der Früh sind die Mannen unterwegs, um den Platz sauber zu machen. Seit sieben Jahren sind die beiden schon unterwegs.

Mayonnaise zum Hendl?

Erstaunt blickte Leserin Anneliese Rottmüller auf diesen Teller: "Kaum zu glauben, dass man auf dem Rosenheimer Herbstfest zum Hendl Ketchup und Mayonnaise bekommt." Die Geschmäcker sind halt unterschiedlich - und wers haben will... Wie Wiesnigel Ignaz recherchierte, wird zur Weißwurst aber serienmäßig nach wie vor süßer Senf und kein Ketchup serviert - es sei denn, der Gast möchte es.

Ein Los brachte einen Hauptgewinn

Da war Jennifer Hanel aus Riedering richtig platt: Sie hat am Glückshafen einen Motorroller gewonnen. Für zwei Euro hatte die Mutter zweier Söhne sechs Lose gekauft - und zu ihrem Glück war ein Hauptgewinn dabei. Auf die bisher eher glücklosen Herbstfestbesucher warten aber noch viele weitere hochkarätige Preise - darunter noch ein zweiter Motorroller sowie Fahrräder, Fernseher, Skier und Hifi-Anlagen. Mit dem Erlös werden Kinder- und Jugendprojekte außerhalb der gesetzlichen Jugendhilfe durch die städtische Waisenhausstiftung unterstützt. Unser Bild zeigt die Gewinnerin mit ihren Kindern sowie Stefan Adam vom Glückshafen-Team bei der Schlüsselübergabe.

Frauen kaufen nie Schnupftabak  

"Passt perfekt", meint die 19-jährige Helena Leitner, die in der Auerbräu-Festhalle Hüte an den Mann bringt. "Meine Freundin Lisi brachte mich auf die Idee", sagte sie. Ihr ambulanter Hut- und Schnupftabak-Laden macht ihr viel Spaß. "Wir führen zwei Größen, die passen...". Vor allem von jungen Kunden wird die fesche Abiturientin gern nach ihrer Handynummer gefragt und was sie nach Feierabend unternimmt. Das nimmt die 19-Jährige aber gelassen: "Es ist toll, so viele Leute kennenzulernen." Gut geht auch Schnupftabak, allerdings nur bei Männern, egal ob alt oder jung. "Frauen haben bei mir noch nie danach gefragt", sagt Helena. Foto Schlecker

Training auf den Bierbänken

Atemlos durch die Nacht", wie es im Wiesnhit von Helene Fischer heißt, waren die Gardemädchen der Faschingsgesellschaft Rosenheim in der Auerbräu-Festhalle unterwegs. Wenn die Wiesnbesucher auf den Bierbänken stehen, schunkeln und tanzen, dann sind auch die Gardemädchen in ihrem Element. Trainiert für die neue Faschingssaison wird auch schon. Das Motto der Gilde für den Fasching ist noch geheim. Der Wiesnigel Ignaz dazu ganz frech, nachdem das Motto 2013/2014 "Im Land der Drachen - Rosenheim im Zeichen der aufgehenden Sonne" hieß: "Nach dem Ausflug zu den Schwiegermüttern könntet ihr doch ,In der Höhle des Tatzlwurms - Viva Bavaria' mal die Schwiegerväter hernehmen..."

Ein bisserl "gepritschelt"

Souverän hat der neue Verlagsleiter des OVB-Medienhauses, Stefan Reining, gestern Mittag ein Fass dunkles Märzenbier im Auerbräu-Biergarten angezapft: Mit drei Schlägen und einem "Sicherungsschlag", genau wie Landrat Wolfgang Berthaler beim Wiesnauftakt. Ein bisserl "gepritschelt" hat Reining beim Anzapfen auch. Auerbräu-Chef Ferdinand Steinacher (links) hatte ihn kurz eingewiesen, und Oliver Döser, Verleger der OVB-Heimatzeitungen, schaute gespannt zu. Der 47-jährige Reining, der aus dem westfälischen Dorsten stammt, war sichtlich erleichtert, dass er die weiß-blaue Premiere so gut über die Bühne gebracht hatte.

Besonderes Trio

Funja, Leon und Lukas (von links) sind ein besonderes Trio auf der Wiesn. Es handelt sich um knapp vierjährige Drillinge aus Rohrdorf. Sie hielten Papa Stefan Forstner beim Bummel übers Herbstfest ganz schön auf Trab. An manchen Fahrgeschäften kamen sie nicht vorbei - und so hieß es für den Vater: tief in den Geldbeutel greifen. Schließlich muss er jeden Fahrpreis mit der Zahl drei multiplizieren. Weil Karussellfahren hungrig und durstig macht, traf der Wiesnigel das Quartett bei einem Stopp an der Fischbraterei Bierbichler. Auch hier galt selbstverständlich der Drillings-Faktor mit dem Dreifach-Multiplikator.

Premiere für eine Miss Herbstfest

Premiere im Flötzinger-Festzelt: Zum ersten Mal spielte eine Miss Herbstfest auf der Wiesn in einer der Blasmusikkapellen mit. Marina Theresa Weber (Mitte) aus Götting studiert an der Berufsfachschule für Musik in Altötting unter anderem Klarinette. Während ihre Vorgängerinnen nur mehr oder weniger gekonnt den Taktstock schwangen, verstärkte Marina hier den Klangkörper der "Dreder Musi".

18 Gewinner gezogen

Stolz wie Oskar waren die zweijährige Leni Stephan und ihr vierjähriger Bruder Leonhard aus Bad Endorf: Die beiden durften die 18 Gewinner des Wiesnrätsels des Herbstfestmagazins ziehen. Der kommissarische Vorsitzende des Wirtschaftlichen Verbandes, Reinhold Frey, hatte sichtlich Spaß dabei, den Kindern zu assistieren. Die Gewinner wurden bereits informiert.

Mini-Version des Flötzinger-Festzeltes

Beim damischen Umzug in Prutting beteiligten sich im Fasching 2014 die Mitglieder der Katholischen Landjugend Aising-Pang mit einem Wagen. Unter dem Motto "Das Herbstfest und der Zelt-Kraxler" hatten sie am Anwesen von Bauernverbands-Geschäftsführer Josef Steingraber eine Kleinausgabe des Flötzinger-Festzeltes nachgebaut. "Das sieht dem Original ja täuschend ähnlich", meinte der Wiesnigel, "waren da die Haderthauers beteiligt?" Die Flötzinger-Brauerei hatte für Auf- und Abbauarbeiten Getränke spendiert, dafür revanchierten sich jetzt die Vorsitzenden Simon Mayer und Bernadette Deutschenbaur. Sie überreichten Juniorchefin Marisa Steegmüller ein Gruppenfoto.

Oberbayerisches Volksblatt

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