Das Wiesn-Blaulicht vom 1. Tag

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Rosenheim - „O´zapft is!“ hieß es gestern um Punkt 12 Uhr auf der Rosenheimer Loretowiese. Auch für die Polizei begannen damit 16 lange und wohl wieder ereignisreiche Arbeitstage.

Die Beamten der Wiesnwache mussten bei ein paar Auseinandersetzungen tätig werden und für etliche unbelehrbare „Stänkerer“ war der erste Wiesnbesuch zugleich auch der letzte - sie bekamen für die kommenden zwei Wochen ein Wiesnverbot ausgesprochen. Erfreulicherweise fielen auf dem Festgelände und in den Bierzelten so gut wie keine alkoholisierten Kinder oder Jugendlichen auf, die in Obhut genommen werden mussten. Bei herrlichem Spätsommerwetter strömten natürlich viele Rosenheimer, zahlreiche Gäste aus der Region, aber auch Besucher von weit her auf die Loretowiese. Die Festzelte waren abends so gut besucht, dass die Ordnungsdienste zeitweilig den Ein- und Auslass regulieren mussten. Und bei so viel Gedränge waren dann auch erwartungsgemäß einige Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zwischen fast immer alkoholisierten Festbesuchern zu schlichten und in mehreren Fällen auch zur Anzeige zu bringen.

Ein 27-jähriger Österreicher und ein 32-jähriger Riederinger konnten sich gegen 18.00 Uhr nicht darauf einigen, wem die volle Maß Bier gehörte, die in einem Zelt auf dem Tisch stand. Als der Riederinger nach dem Krug griff, schlug der Österreicher ihm zwei mal mit der Faust ins Gesicht. Der Getroffene wollte zurückschlagen, traf den Kontrahenten dabei aber nicht. Weil der 27-Jährige in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat und die geforderte Sicherheitsleistung nicht aufbringen konnte, wurde er festgenommen und verbrachte die Nacht in einer Zelle der Rosenheimer Polizeiinspektion. Er wurde am Sonntagvormittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der ihn nur unter Auflagen entließ. Gegen die beiden Streithähne wird nun wegen Körperverletzungsdelikten ermittelt. Ein Herbstfestbesucher aus Polen wurde spätabends bei einem Streit zweier junger Männer leicht verletzt. Der 25-Jährige ging helfend dazwischen, als sich die Auseinandersetzung der beiden Anderen gerade hochschaukelte und erhielt, wohl „versehentlich“, einen Schlag ab. Zeugen sucht die Rosenheimer Polizei in einem anderen Fall. Ein 17-Jähriger aus der Region war um kurz vor Mitternacht auf Polizeibeamte zugekommen und hatte angezeigt, gegen 23.30 Uhr auf dem Festgelände vor dem Riesenrad plötzlich und unvermittelt ins Gesicht geschlagen worden zu sein. Vom Täter fehlt jede Spur. Im Krankenhaus mussten die Platzwunden des jungen Mannes genäht werden. Wer Beobachtungen in dieser Sache gemacht hat, möchte sich mit der Polizeiinspektion Rosenheim unter Telefon 08031/2000 oder der Wiesnwache unter Telefon 08031/2002250 in Verbindung setzen.

Auch Langfinger gehen zum Herbstfest. Das musste eine 16-Jährige erfahren, die gegen 16.45 Uhr vor einem Fahrgeschäft stand und dort bemerkte, dass ihre Handtasche offen war und daraus der Geldbeutel mit etwa 100 Euro Bargeld fehlte. Die Polizei rät aus diesem Grund allen Herbstfestbesuchern: Gerade die Menschenmengen bei solchen Großveranstaltungen erleichtern Dieben ihre „Arbeit“. Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper. Und tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sich diese unter den Arm!

Wie angekündigt, führt die Polizei auch heuer zusammen mit dem Rosenheimer Jugendamt wieder regelmäßig Jugendschutzkontrollen durch. Grundsätzlich ist es natürlich Sache der Eltern zu entscheiden, wie lange ihre minderjährigen Kinder und Jugendlichen außer Haus bleiben dürfen. Aber in Bierzelten und Biergärten auf dem Herbstfest dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten aufhalten. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen ohne Begleitung lediglich bis 24.00 Uhr auf der Wiesn sein. Den Jugendschutzbeamten fielen am ersten Abend nur zwei Minderjährige auf, die zuviel intus hatten und mit zur Wache genommen werden mussten, wo sie von den Eltern abgeholt werden konnten. Ein großes Lob gebührt hier den Bedienungen und den Ordnungskräften in den Schankbetrieben, die bei jungen Gästen wohl ganz genau hinschauen!

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © re

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