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Wenig Chancen für Christkindlmarkt - Optimismus für Herbstfest 2022

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Herbstfest Rosenheim auf der Loretowiese
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Herbstfest Rosenheim auf der Loretowiese.
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Im zweiten Jahr ohne Herbstfest blickt der Wirtschaftliche Verband (WV) als Veranstalter verhalten optimistisch auf das kommende Jahr. Auch einen Christkindlmarkt in diesem Jahr will der WV nicht ausschließen – wenngleich die Chancen wohl schlecht stehen.

Rosenheim – Klaus Herteiter sitzt auf heißen Kohlen. Der Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim spekuliert, ob er in Rosenheim heuer den Christkindlmarkt veranstalten kann. Bis Ende Oktober, sagt Hertreiter, brauche man Gewissheit. Dem Vernehmen sind die Würfel in dieser Sache aber schon gefallen.

Blick eher aufs kommende Jahr

Die Stadt, ist zu hören, will sich den Schuh nicht anziehen und während der vierten Corona-Welle nichts riskieren. Offiziell ist dies freilich noch nicht, und auch Klaus Hertreiter verortet diese Information eher in der Gerüchteküche – zumal der Verband einen guten Draht zur Stadt als Genehmigungsbehörde habe. Die Stadt Rosenheim wiederum wollte das Gerücht nicht kommentieren.

Signal aus München

Dennoch: Hertreiter gibt durch die Blume zu erkennen, dass der Wirtschaftliche Verband eher aufs kommende Jahr blickt, wenn es um den Christkindlmarkt, vor allem aber ums Herbstfest geht. Das Signal aus München, im kommenden Jahr die Theresienwiese wieder fürs Oktoberfest zu öffnen, gibt zumindest Hoffnung, 2022 brechen bessere Zeiten für Veranstalter und Schausteller an.

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Dass es für Veranstalter, Schausteller und Marktleute wieder aufwärts gehen könnte, führt Klaus Hertreiter auf die öffentlichen Diskussionen in Politik und Wissenschaft zurück. „Die Pandemie wird auslaufen, wenn auch nicht ganz weg sein“, gibt er sich überzeugt, dass Herbstfest und Christkindlmarkt im kommenden Jahr wieder fest im Rosenheimer Veranstaltungskalender stehen. Und dass es auch keiner Einschränkungen mehr bedarf, um das Pandemiegeschehen kontrollieren zu können.

Klaus Hertreiter

2G-Umsetzung kompliziert

Verhaltener gibt sich Hertreiter mit Blick auf die Weihnachtszeit: Denn selbst, wenn man den Zutritt zum Christkindlmarkt nur gegen Corona Geimpften und von Covid Genesenen zugänglichen machen würde, es seien die Kleinigkeiten, die mit solchen Auflagen einhergingen, die dem Veranstalter Kopfschmerzen bereiten: Braucht es ein abgeschottetes Gelände?

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Wer kontrolliert die Abstandsregeln oder die Maskenpflicht, sollten die Mund-Nase-Bedeckungen zur Bedingung werden? Gibt es ein Alkoholverbot? „Da hängen so viele Parameter mit hinten dran“, kommentiert Hertreiter die 2G-Option. Er verweist auf die bevorstehende Öffnung der Clubs und Diskotheken: „Wenn die Maskenpflicht und Abstandsregeln befolgen müssen, wird wohl keiner aufsperren“, vermutet er. Dabei steht der Wirtschaftliche Verband als Veranstalter in einer nicht ganz fairen Situation: Denn neben den Nachtlokalen ab Oktober ließ Bayern bereits seit Anfang August wieder Messen zu. Volksfeste hingegen bleiben nach wie vor untersagt.

Salami-Taktik der Regierung

Frustrierend für den Wirtschaftlichen Verband, sagt Klaus Hertreiter, sei die Unsicherheit. Dass man heute nicht sagen könne, welche Beschränkungen in vier Wochen schon wieder greifen könnten oder aufgehoben würden. Diese „Salami-Taktik“ der Politik bereite Probleme. Rückblickend besser gewesen wären dauerhafte Beschränkungen über einen gewissen Zeitraum, ohne die Auflagen zwischenzeitlich wieder zurückzufahren. Das hätte zumindest für mehr Planungssicherheit gesorgt.

Schausteller suchen andere Jobs

Hertreiter blickt nicht nur auf seinen Verband, der durch Staatshilfen und das Instrument der Kurzarbeit einigermaßen über die Runden gekommen sei, sondern auch auf die Schausteller und Marktleute. Einige hätten gut gewirtschaftet und von ihren Rücklagen zehren können. Andere seien in andere Jobs geflüchtet, um Geld zu verdienen.

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Doch auch hier seien letztendlich Staatshilfen geflossen. „Insgesamt, was wir bislang hören konnten, passt es für die Schausteller.“ Wenngleich es für viele frustrierend sei, nicht ihrem eigentlichen Beruf nachgehen zu können.

Keine Prognosen möglich

Bliebe noch das Starkbierfest im März. Bei Auer-Bräu blickt man „mit vorsichtiger Vorfreude“ auf das kommende Jahr. Man hoffe natürlich, fürs kommende Jahr wieder mit Volksfesten planen zu können. „Ob ein Starkbierfest möglich sein wird, kann im Moment niemand prognostizieren“, antwortet ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Derzeit gehe sowohl Sicherheit als auch Impfbetrieb in der Inntalhalle vor. Anschließend stünden noch Sanierungsarbeiten in der Inntalhalle an. Die Brauerei Flötzinger reagierte bislang nicht auf Anfrage in dieser Sache.

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