Fahrgeschäfte-Test: Freier Fall und hoch hinaus

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Hier geht es rund im Lichtermeer der Wiesn: Links "The King", rechts "G-Force" - im Hintergrund das Riesenrad.

Rosenheim - Auf der Wiesn geht es rund - besonders an den Fahrgeschäften. Manche kennt man schon, andere sind neu. OVB-Praktikantin Johanna Schmid machte auf dem Herbstfest den Test.

Die Schausteller werben mit Loopings, steilen Abfahrten und Überschlägen für ihre Attraktionen. Halten die spektakulärsten Fahrgeschäfte auch das, was sie versprechen? OVB-Praktikantin Johanna Schmid machte auf dem Herbstfest den Test.

Service:

Erste Station: der "Cobra-Coaster". Wild sieht die Achterbahn von unten betrachtet aus - steile Auffahrt, Schrauben und Looping inklusive. Und tatsächlich vergeht die Zeit beim wilden Auf und Ab wie im Flug. Einziges Manko: das Vergnügen für 2,50 Euro Fahrpreis etwas kurz. Gerade einmal 45 Sekunden dauert eine Runde. Mit einer zweiten Fahrt könnte man den Spaß besser auskosten.

Immerhin: Zur Mittagszeit gibt es eine Happy-Hour mit zwei Runden in Folge. Große Leute müssen sehr beweglich sein, um sich am "CobraCoaster" in die kleinen Wägen zu quetschen. Auf dieses "Platzproblem" wird auch auf der Herbstfest-Homepage hingewiesen.

Fahrgeschäfte-Test mit der Miss Herbstfest:

Eine Runde mit dem "Power Tower" fährt hier Christine Hingerl. Fazit: "Ein großer Spaß - aber nichts für schwache Nerven".

Beim "Power Tower" kann einem schon Angst und Bange werden. Wer unter Höhenangst leidet oder wenig Spaß am freien Fall hat, ist hier nicht gut aufgehoben. Immerhin geht es 66 Meter rasant in die Tiefe - da bleibt kein Magen unbeeindruckt. Vorher haben die Fahrgäste am höchsten Punkt für einen kurzen Moment die Möglichkeit, einen traumhaften Blick auf die Stadt zu genießen. Wer auf der richtigen Seite sitzt, kann zudem die ganze Festwiese überblicken - bei Nacht wegen des großen Lichtermeers besonders eindrucksvoll und schön. Tagsüber sind die Berge eine traumhafte Kulisse.

Dritte Station: "The King", eine der großen neuen Attraktionen auf dem Herbstfest und derzeit einzigartig in Deutschland. Das "königliche" Fahrgeschäft ist nichts für schwache Nerven: In 26 Meter Höhe überschlägt es sich mehrfach. Um das Drehwurm-Gefühl noch zu verstärken, kreisen die Gondeln um ihre eigene Achse.

Einziger Kritikpunkt sind die Schließbügel. Sie sitzen an den Oberschenkeln etwas zu fest. Bei den Überschlägen sollte man sich zudem gut in den Sitz und den Kopf an die Lehne drücken, um sich nicht am Bügel zu stoßen.

Ähnlich funktioniert das "G-Force". Allerdings überschlägt es sich nicht, sodass hier auch diejenigen mitfahren können, die es etwas weniger turbulent mögen. Ganz ohne ist das Fahrgeschäft allerdings nicht. Pausenlos dreht es sich im Kreis und schwingt dabei hin und her - Schwindelfreiheit schadet also nicht.

Die Wildwasserbahn "Poseidon" ist ein Spaß für die ganze Familie. Fast drei Minuten lang geht die Fahrt durch die altgriechische Kulisse: eine altertümliche Tempelruine mit der Siegesgöttin Nike im Mittelpunkt. Zwei Abfahrten gibt es pro Runde. An den kommenden heißen Tagen sorgt die Wasserbahn auch für eine willkommene Erfrischung.

Wem schnell schlecht wird, der sollte den "Booster" nicht unmittelbar nach dem Essen oder mehreren Runden auf anderen Fahrgeschäften ausprobieren. Auf der schräg gestellten Platte gibt es mehrere Gondeln - und alles dreht sich im Kreis: sowohl Platte als Gondeln. Dabei wird so stark beschleunigt, dass es die Fahrgäste förmlich in ihre Sitze drückt. Auch die Rotation schlägt auf den Magen. Da kann empfindlichen Wiesn-Besuchern schon mal schlecht werden. Trotzdem macht "Booster" sehr viel Spaß und davon nicht zu wenig: Für 1,50 Euro gibt es rund drei Minuten Fahrvergnügen.

Insgesamt sind alle getesteten Fahrgeschäfte eine heiße Nummer. Fazit: Alle, die Über-Kopf-Kapriolen mögen und schwindelfrei sind, kommen daran nicht vorbei. Johanna (23): "Meine Favoriten sind ,Booster' und ,The King'."

Tipp: Wer sie selbst ausprobieren will, sollte schon vor dem Abend auf die Wiesn gehen. Denn durch die höheren Besucherzahlen abends müssen Fahrgäste deutliche Abstriche machen, was das Preis-Fahrlänge-Verhältnis angeht: Die Betreiber verkürzen die Fahrtzeit bei großem Andrang deutlich. Löbliche Ausnahme ist am Testtag der "Booster": Dort dauert die Fahrt abends und nachmittags gleich lang.

Oberbayerisches Volksblatt

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