Die Miss Herbstfest zu Gast in der OVB-Redaktion

Noch keine Zeit für Lampenfieber

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Zieht die Blicke auf sich und ist stets bereit für ein Gespräch: die Miss Herbstfest 2017, Lisa Petzinger.

Rosenheim - „Schau mal, da ist die Miss Herbstfest!“, ruft eine Passantin verzückt. „Alles Gute“, wünscht ihr eine Gruppe im Straßencafe. Lisa Petzinger schlägt eine Welle der Sympathie entgegen, wenn sie mit Schärpe und Krone durch die Fußgängerzone schreitet.

Das macht Mut – für den ersten Auftritt zur Herbstfesteröffnung am Samstag. Lampenfieber? „Bisher hatte ich dafür noch gar keine Zeit“, sagt die Miss Herbstfest lächelnd. Einen Tag vor dem Start der Wiesn wirkt sie ganz entspannt – trotz der zurückliegenden Vorbereitungswochen, die von morgens bis abends durchgetaktet waren. Dirndl aussuchen und anprobieren, Schmuck auswählen, Friseur- und Fototermine, Videodreh, Konferenzen, Absprachen, Treffen mit Fans, erste Autogrammstunden, die Eröffnungsrede üben: Trotz eines engen Terminkalenders nahm sich die Miss Herbstfest aus Feldkirchen-Westerham noch Zeit für einen Besuch in der OVB-Stadtredaktion – natürlich in „Dienstuniform“: grünes Dirndl mit Stehkragen, das wunderbar passt zu ihren grünen Augen, Schärpe und Krone, Wiesn-Kette mit Motiv des Herbstfesttrommlers sowie Hochsteckfrisur, in dieser Herbstfestsaison ebenfalls in.

Beim Fototermin in der Fußgängerzone zieht die Miss mit den goldblonden Haaren die Blicke auf sich – was auch an ihrer sympathischen Ausstrahlung liegt. Lisa Petzinger freut sich über jeden Passanten, der das Gespräch sucht, und über die vielen guten Wünsche für die nächsten 16 Tage.

„Noch fühle ich mich ein wenig fremd in dieser neuen Rolle“, sagt die 20-Jährige. Das ist ihr jedoch nicht anzumerken: Sie wirkt ungezwungen, fröhlich, entspannt, geht offen auf Menschen zu.

„Ich bin keine, die sich in den Mittelpunkt drängt“, sagt sie. Doch ihre Rolle als sympathische Repräsentantin der Wiesn und ihres Veranstalters, des Wirtschaftlichen Verbandes, gefällt ihr sehr. „Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen – besonders auf die beiden Familientage und den Tag für die behinderten Besucher, Ereignisse, die mir besonders am Herzen liegen.“ Lisa Petzinger hofft auf viele schöne Begegnungen – mit netten, friedlich feiernden Menschen.

Heute geht es auf den Berg – „um den Kopf freizubekommen“

Heute am späten Nachmittag, in den vorerst letzten freien Stunden, gönnt sie sich noch eine Massage und geht auf den Berg – „das beste Mittel, um den Kopf freizubekommen“.

Die sportliche Miss, die in der Regel vier bis fünfmal in der Woche ins Fitness-Studio geht und nicht raucht, fühlt sich nicht nur mental, sondern auch körperlich fit für die Wiesn. Trotzdem hat sie sich für ihre morgen beginnende Amtszeit freigenommen. Der Friseursalon ihrer Mutter, wo Lisa Petzinger als Meisterin mit erst 20 Jahren schon für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig ist, muss in dieser Zeit ohne sie auskommen. Nach dem Herbstfest gibt es für die Miss keinen Urlaub vom Urlaub, der nächste steht erst im November an.

Nicht nur die Familie, auch der Freund wird sie in den nächsten 16 Tagen nur selten zu Gesicht bekommen. Denn Lisa Petzinger hat ein Marathonprogramm zu bewältigen. Es beginnt jeden Morgen mit einem Termin beim Friseur, der in einer halben bis einer Stunde ihre Flechtfrisur kreiert. Danach geht es zur Wiesn, wo die Miss Herbstfest in drei täglich wechselnden Dirndln in Grün, Rot- und Pastell ihren repräsentativen Aufgaben nachkommt – stets unterstützt vom Team rund um Wiesnmanager Klaus Hertreiter. „Alle haben mich mit offenen Armen empfangen“, freut sich die Miss Herbstfest. Auch die Familie steht hinter ihr: Die Mama beispielsweise übernimmt die Wäsche, denn die drei Dirndl und Wechselblusen, die ebenfalls nach Plan „eingesetzt“ werden, müssen jeden Morgen frisch auf dem Bügel hängen.

Das Miss-Gewand darf Lisa Petzinger übrigens behalten – eine schöne Erinnerung und Ergänzung im Kleiderschrank, in dem bei den Petzingers die Tracht die wichtigste Rolle spielt. „Wir sind alle sehr traditionsbewusst“, sagt Lisa. Sie ist unter anderem im Trachtenverein aktiv – und trägt Dirndl und Flechtfrisur mit der Selbstverständlichkeit einer jungen Frau, die seit ihrer Kindheit bayerische Traditionsfeste besucht und liebt.

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