Rosenheimer Herbstfest: Der Wiesnigel - letzter Teil

Der Wiesnigel - letzter Teil

014.09.09|Wiesn-AktuellFacebook
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Rosenheim - Wiesn-Tradition ist es für den Kreisverband Rosenheim des Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG), sich bei der Brauerei-Familie Steegmüller im Flötzinger-Festzelt zu treffen.

Heuer war auch der Traunsteiner BHG-Chef Peter Stocker zu Gast. Zusätzlich zur branchenbezogenen Mehrwertsteuer-Diskussion „Pro 7 Prozent“ gab es viele und angenehme Gesprächsstoffe. „Bezieht sich Eure Aktion ,Pro sieben Prozent‘ auf den künftigen Alkoholgehalt des Wiesnmärzens?“, wollte der naseweise Wiesnigel wissen.

Beim Pressetreffen des Rosenheimer KuKo-Teams auf der Auerbräu-Empore lobte VKR-Geschäftsführer Peter Lutz das alkoholfreie Bier der Brauerei, das er konsequent den ganzen Abend lang im Krug hatte. Festwirt Andreas Schmidt empfahl ihm zur Abwechslung das alkoholfreie Weißbier, das hier auch serviert werde. „Der Peter Lutz ist Unterfranke, der trinkt lieber bierfreien Alkohol“, warf der Wiesnigel ein, „nämlich Wein...“

© Reisner„Weltmeisterin im Masskrugtragen“ – so lautet der Titel, den Anita Schwarz aus Eichenau führt. Immerhin stemmt die Bedienung, die im Ochsenbraterzelt beim Münchner Oktoberfest einen festen Platz hat, 19 volle Masskrüge. Am Wochenende war sie zu Besuch im Wiesn-Studio von Radio Charivari im Flötzinger-Festzelt. Ihr Rekord ist 2010 im „Guinness-Buch“ zu finden. An Rosenheim gefallen der kraftvollen Bedienung die Atmosphäre und das besondere Flair.

© Ruprecht„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, intonierte die Dreder Musi gerade, als just unser Wiesnfotograf Renate, geborene Enthofer, und Michael Hundhammer aus Bad Aibling voller Freude auf den Bänken schunkelnd, von „Liebes-Luftballons“ umgeben, entdeckte. „Wir haben heute in Bad Aibling geheiratet und am Abend mussten wir zur Feier unbedingt noch ins Flötzinger-Festzelt. Ohne Herbstfest wäre die Hochzeit nur halb so schön“, grinsten sie über alle Ohren. Michael Hundhammer fiel unserem Fotografen vor etlichen Jahren schon mit einer „1543-Weißbier-Rasur“ im Haar als bekennender „Flötzinger-Fetischist“ auf.

© RuprechtSchwarz-weiß-schwarz, so präsentiert sich Professor Dr. Anton Kathrein mit am liebsten auf der Wiesn, noch dazu wenn es zwei so charmante Damen sind, die er in die Arme nehmen darf. Tselane Mokuena (links) ist Generalkonsulin der Republik Südafrika in München und seit letztem Jahr zuständig für Bayern und Baden-Württemberg. Malinalli Eisenhauer aus Havanna in Kuba tanzt im kubanischen Fernsehbalett und ist zum ersten Mal überhaupt in Deutschland. Wegen der Enge in der Auerbox wagte sie lieber keinen Tanz, außerdem ließ sie ihr Gastgeber nicht so schnell wieder aus den Armen. „Das kann sie dann 2010 auf unserem Firmengebäude zum Feuerwerk nachholen“, meinte Kathrein, der seine Gäste zum Wiesn-Feuerwerk wegen der guten Aussicht dorthin einlädt.

© SchleckerDie Pflegeleitungen der vier unter dem Namen „RO-Med“ zusammengeschlossenen Kliniken von Bad Aibling, Wasserburg, Prien und Rosenheim trafen sich jetzt in der Tatzlwurm-Törggelenhütte, um sich dort mal so richtig gut verpflegen zu lassen. Dem Wiesnigel Ignaz, der kurz vor Wiesnende fast zum Pflegefall zu werden droht, boten sie eine pflegliche Nachbehandlung mit einem Glasl Wein an, das dieser nicht verschmähte und anregte: „Das wär’s: Frankenwein auf Krankenschein...“.

© RuprechtDie ganze Region feiert vom letzten Augustsamstag an auf dem Rosenheimer Herbstfest. Nur zwei aufsässige Dörfer bieten dem Imperium des Wirtschaftlichen Verbandes die Stirn: die „Asterixe“ vom Attler Herbstfest und vom Aschauer Markt. Beide Orte unterstehen sich tatsächlich, während des Herbstfestes eine Festivität durchzuführen. Am 5. September begann im Priental der 454. Aschauer Markt, angezapft vom obelixhaften Bürgermeister Werner Weyerer (rechts), und am Freitag, 11. September, wurde das 37. Attler Herbstfest bei Wasserburg eröffnet; auch noch namensgleich! Beim Bürgermeistertreffen in der Auerbräu-Festhalle beobachtete der Wiesnigel, wie offenbar Landrat Sepp Neiderhell sich das Aschauer Gemeindeoberhaupt deswegen zur Brust nahm. Möglicherweise hat sich Weyerer damit verteidigt, dass der Aschauer Markt seit 454 Jahren gefeiert wird und das Herbstfest erst seit 148 Jahren. Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl war vorsichtshalber erst gar nicht erschienen. In Wirklichkeit hat der Wiesnigel aber kein Wort von dem Gespräch verstanden...

© ReisnerNach ihrem Erstling „A Insel so schee wias Edelweiß“ präsentierte am Samstagnachmittag in der Auerbräu-Festhalle die einheimische Kapelle „Die Cubaboarischen“ erstmals öffentlich Lieder aus ihrer zweiten CD „Bei uns dahoam in Cuba“, moderiert von Kabarettist Peter Kirmair. Zu ihrem einstündigen Konzert, in dem das Septett seine gekonnte Melange von kubanischen Rhythmen und bayerischer Volksmusik aufführte, waren auch zahlreiche eingeschworene Fans erschienen, die sich am Verkaufsstand mit der neuen CD und Fan-Kappis eindeckten. Besonders gelungen erschien dem Wiesnigel Ignaz der abwechselnd auf Bayerisch und Spanisch gesungene „Jennerwein – Hasta siempre“, in dem die Wilderer-Moritat mit dem Leben des Revolutionärs Che Guevara zusammengeführt wird: „Das schmeckt nach Jenner-Rum“, meinte er.

© ReisnerZahlreich vertreten war im Flötzinger-Festzelt das Rosenheimer Klinikum. 70 Tische waren rund um die Musikkapelle für die Beschäftigten des Schwerpunktkrankenhaues reserviert. Zeitgleich traf sich der Aufsichtsrat der als „RO-Med-Kliniken“ fusionierten Triamed-Kliniken des Landkreises und dem Klinikum Rosenheim in der Flötzingerbräu-Box. Ein Wiesnbesuch sei gut geeignet, Gemeinsamkeit zu fördern und zu pflegen, so der neue „RO-Med“-Gesamtchef, Günter Pfaffeneder (rechts). Unser Bild zeigt links Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und weitere Aufsichtsräte. „Dann steht dem ja nichts mehr im Wege, 2010 die Biertempel als Pflegestationen der ,RO-Med-Kliniken anzugliedern“, meinte der Wiesnigel Ignaz.

© SchleckerNachdem OVB-Kulturredakteur Raimund Feichtner in unseren Wiesnsplittern gelesen hat, dass er eine Biermarke für einen Sprung bekommt, meinte er: „Dafür spring’ ich auch.“ Der Wiesnigel Ignaz entdeckte ihn zu fortgeschrittener Stunde in der Auerbräu-Festhalle. Tatsächlich sprang er im Mittelgang, schließlich war er früher aktiver Sportler. Damit hat er sich die Biermarke redlich verdient.

© SchleckerEine begeisterte Radlergruppe aus Vogtareuth, die mit 1200 Gleichgesinnten an der 770 Kilometer langen BR-Radltour von Donauwörth durchs Frankenland bis nach Dingolfing teilnahm, traf sich im Flötzinger-Festzelt. Sie freuen sich schon auf die Tour 2010. Die startet nämlich in der ersten Augustwoche auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz. „Hoffentlich seid’s Ihr bis zur Wiesn wieder zurück“, meinte der Wiesnigel Ignaz.

© RuprechtAuf einer Pressereise, die an diesem Tag in der Auerbräu-Festhalle endete, befanden sich Journalisten mit dem Bad Aiblinger Kurdirektor Thomas Jahn (Dritter von rechts), auch Geschäftsführer des Tourismusverbandes Rosenheim. Jahns Tourismuskollegen stammen unter anderem aus Düsseldorf, Braunschweig oder Augsburg und erkunden derzeit den Tourismus im Rosenheimer Land. „Auf unserer ,Kultur-Presse-Reise‘ ist jetzt das Herbstfest an der Reihe“, freuten sie sich. „Schließlich sollen unsere Gäste auch den besten Eindruck von Rosenheim gewinnen und das möglichst in ganz Deutschland verbreiten“, so Jahn.

© StufferStolz ist Erwin Rinner, Bürgermeister Kiefersfeldens, dass die Miss Herbstfest Katharina Brunschmid, ein Mädel aus seiner Gmoa ist. Da sie im Ortsteil Mühlbach wohnt, liegt Oberaudorf fast näher. „Deswegen ist Bürgermeister Hubert Wildgruber auch ein ganz großer Fan von mir“, so die Kathi zum Wiesnigel beim Bürgermeistertreffen in der Auerbräu-Festhalle.

© Reisner„Bierzeichen gegen Liftkarten“ hieß das Motto, zu dem sich bei Auerbräu-Festwirt Andreas Schmidt (von links), der Rosenheimer Jugenddezernent Michael Keneder und Toni Sket vom Gasthaus „Zum Johann Auer“ mit den Zillertaler Bürgermeistern Walter Amor von Zell am Ziller und Walter Höllwart von Fügen mit Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer trafen. Vormittags waren rund 80 Kinder aus sozial schwachen Familien aus dem Zillertal von Auerbräu, der Stadt Rosenheim und Sket auf die Wiesn eingeladen gewesen. Die Gegentour mit Rosenheimer Kindern zu einem Skitag im Zillertal war im letzten Winter nicht zustande gekommen, da sich kein Sponsor fand. Jetzt hofft man auf die Zillertaler Bürgermeister, die im Aufsichtsrat der dortigen Bergbahnen sitzen...

© Schlecker„Wann schreibst denn du ein Buch über die Wiesn“, fragte der Wiesnigel den Kabarettisten, Buchautor und Selbstverleger Wolfgang Schierlitz aus Thansau im Flötzinger-Festzelt. „Wenn überhaupt, dann höchstens kaum – und außerdem solltest Du mal für eine Fortsetzung der ,Geschichten vom Rosenheimer Herbstfest‘ sorgen“, antwortete Druckereibesitzer Schierlitz. Mit seiner Frau, der Altistin Luitgard Hamberger, und der restlichen Vokalgruppe H2O2 tritt Schierlitz am 16. Oktober in der „Alten Post“ in Bad Feilnbach auf. „Kannst Du da auch ,Fly like an Igel‘ singen?“, wollte der Ignaz wissen. „Nein“, gab die Sängerin zurück, „aber ,Bohrn to be alive‘ für den Zahnarzt meines Mannes...“

© reÜber 300 Mitarbeiter der Firma Schattdecor aus Thansau und der Schattdecor-Niederlassung in Polen ließen sich begeistert von den beiden ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Walter Schatt (Bild) und Wanda Zyburska in der Auerbräu-Festhalle dirigieren. Nach getaner Arbeit ließen sich die beiden mit Karl Beinhofer, dem Leiter der Blaskapelle Großkarolinenfeld, eine frische Mass Auer-Wienmärzen schmecken. „Schatt, dass die Wiesn bald vorbei ist“, meinte der Wiesnigel Ignaz, „vielleicht können die Schatt-Designer bis zur nächsten Wiesn ein ,Herbstfestdekor’ für Kinderzimmer entwickeln, damit die Kinder sich ganzjährig auf die Wiesn freuen freuen können – und ein Igel müsste auch drauf sein...“

© ungewissWarum kommen sechs finnische Gastwirte nach Rosenheim auf die Wiesn? Ganz einfach: Thomas Salmilainen (links) ist gebürtiger Rosenheimer, denn sein Vater Tommi war hier 1974 Eishockeyspieler. Seinen Kollegen wollte Thomas das Herbstfest zeigen. Kein Problem, zudem sein Vater einen Feriensitz in Brannenburg hat. Der inzwischen 35-jährige Koch machte damals seine dreijährige Ausbildung im Rosenheimer Gasthaus „Zum Santa“ bei Toni Sket (rechts), einem Freund seines Vaters. Inzwischen hat Thomas ein eigenes Restaurant in Helsinki, das „Henrik“. Sein Bruder Toni, der als Eishockeyprofi in Vaters Fußstapfen wandelt, ist Patensohn von Sket, jetzt Wirt des „Zum Johann Auer“. Nach etlichen Mass Bier und Schmankerln von Festwirt Andi Schmidt in der Auerbräu-Festhalle waren alle der Meinung, dass sich der „Ausflug“ unbedingt gelohnt hat.

© StufferNach einer kurzen, fieberbedingten Auszeit war Miss Herbstfest Katharina Brunschmid einen Tag später schon wieder soweit wiederhergestellt, dass sie Senioren aus dem Landkreis, die der Wirtschaftliche Verband auf die Wiesn eingeladen hatte, in der Auerbräu-Festhalle begrüßen konnte. Sie verteilte Lebkuchenherzen an die Besucher und wurde wieder vielfach um Autogramme gebeten.

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