KAISERWETTER KRÖNT DEN HERBSTFEST-AUFTAKT

Ein farbenfrohes „Stück Heimat“

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Ozapft is!Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer trat in der Inntalhalle in Aktion......

Rosenheim - Eine Postkarten-Idylle kann nicht schöner sein: weiß-blauer Himmel, ein herzlicher Sonnengruß des Spätsommers, ein farbenfroher Festzug, der ein eindrucksvolles Bekenntnis zu Brauchtum und Tracht darstellte, fröhliche Menschen an den Straßenrändern. Rosenheim erlebte am Samstag einen Herbstfest-Auftakt nach Maß. Zehntausende kamen gleich am ersten Tag auf die Wiesn.

Es war viel von Tradition die Rede bei der Eröffnung des Herbstfestes. Wie deren gelungene Pflege aussieht, machte gleich der Wiesn-Aufzug deutlich. Trachtler, Gebirgsschützen, Musikkapellen und Spielmannszüge, die Bedienungen und die Kutschen mit den Ehrengästen vermittelten ein Bild von bayerischer Lebensfreude, die dem Festzug durch die Stadt auch in diesem Jahr einen besonderen Charme verlieh.

„Unglaublich schön“, brachte es ein Gast aus Hamburg auf einen kurzen Nenner, für den der Samstagvormittag allerdings mit reichlich Stress verbunden war, ehe er sich auf eine frische Mass freuen durfte. Er machte jede Menge Erinnerungsfotos, um auch mit genügend optischen Eindrücken aufwarten zu können, wenn er nach seiner Rückkehr in die Hansestadt vom Herbstfest-Auftakt in Rosenheim berichtet.

Die besten Plätze rasch besetzt

Schon vor dem Anzapfen waren die Plätze in den Biergärten von Auerbräu – unser Bild – und der Flötzinger-Brauerei voll belegt. Schlecker (2), Reisner (2)

Von „Kaiserwetter“ war am Eröffnungstag viel die Rede, nicht nur in den Grußworten von Landrat Wolfgang Berthaler und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Beinahe zwangsläufige Folge dieses Wetters: Viele Strohhüte als Kopfbedeckung, passend zu Lederhose oder Dirndlgwand, und Sonnenbrillen prägten das Bild der Besucherschar, die sich bereits zur Mittagszeit auf der Loretowiese eingefunden hatte. Hinzu kam so mancher Schweißtropfen angesichts der Spätsommer-Hitze, den sich nicht nur Landrat Wolfgang Berthaler von der Stirn wischte, als er nach Abschluss der Kutschenfahrt seinen Trachtenhut abnahm.

Da war es kein Wunder, dass die Kehlen der Besucher bereits vor dem offiziellen Anzapfen immer durstiger wurden und die besten Plätze in den Bierburgen und im Freigelände schon deutlich vor dem offiziellen Auftakt besetzt waren.

Ein Umstand, den die Festredner in ihren Grußworten geschickt berücksichtigten und sich an das Motto „In der Kürze liegt die Würze“ hielten. „Gemütlich, weltoffen und ein Stück Heimat!“ So fasste sich Hermann Tom czyk, Vorsitzender des Herbstfest-Ausschusses im Wirtschaftlichen Verband (WV), bei der Vorstellung knapp, die der WV als Ausrichter von der Wiesn hat. Er brachte zugleich die Hoffnung auf eine sympathische und friedliche Veranstaltung zum Ausdruck.

Ihren ersten großen Auftritt hatte bei der offiziellen Eröffnung Stefanie Paul aus Neubeuern, die diesjährige „Miss Herbstfest“. Und sie meisterte ihn souverän, trotz ein wenig Lampenfiebers. „Endlich ist es soweit. Für mich geht heute ein Traum in Erfüllung“, sagte sie. Ein persönliches Bekenntnis, an dessen Wahrheitsgehalt keiner der Ehrengäste angesichts ihres strahlenden Gesichtsausdrucks zweifelte, der diese Worte begleitete. Die Wiesn sei eine gute Gelegenheit, fröhlich zu feiern und den Alltag einfach einmal hinter sich zu lassen, meinte sie und fuhr fort. „Das Herbstfest ist ein Teil unserer Heimat und Ausdruck der bayerischen Gemütlichkeit.“

Appell von Bauer und Berthaler

Ohne die aktuelle Bedrohungslage direkt anzusprechen, nutzten Landrat und Oberbürgermeisterin ihre Reden für einen Appell an die Menschen, so zahlreich auf die Loretowiese zu kommen wie in den Vorjahren. Der Landrat bedankte sich beim Wirtschaftlichen Verband für die „generalstabsmäßige Vorbereitung“ des Herbstfestes und wünschte der Wiesn auch im übertragenen Sinne, „dass die Sonne die nächsten 16 Tage über ihr scheint“. Viel Applaus gab es für Berthalers Abschlussappell. „Behalten wir unsere Lebensart und Freude am Feiern bei, und lassen wir uns von den Feinden der Demokratie nicht deren Denkweise aufdrücken.“

Auf einer Linie mit ihm befand sich da die Oberbürgermeisterin, die das Recht zu feiern als ein Element beschrieb, welches die Tradition unserer Heimat entscheidend mitpräge. Auch sie dankte dem WV für die intensive Vorbereitungsarbeit und insbesondere auch Polizeipräsident Robert Kopp und seinem Team für ihr Engagement, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. „Senden wir ein Signal an die Welt, dass wir uns das Feiern nicht verderben lassen“, formulierte Gabriele Bauer ihre Hoffnung auf eine Kernbotschaft, die von der Wiesn ausgehen sollte.

Nachdem der Ehrensalut der Gebirgsschützen die offizielle Eröffnung beendet hatte, dauerte es nur noch wenige Minuten, ehe der Gerstensaft aus den Zapfhähnen fließen konnte. Mit musikalischem Geleit zogen der Landrat ins Flötzinger-Zelt und die Oberbürgermeisterin in die Inntalhalle ein und brachten den letzten offiziellen Akt souverän über die Bühne. Wolfgang Berthaler zapfte mit zwei Schlägen das erste Fass an, Gabriele Bauer brauchte drei. Und dann nahmen auch sie einen kräftigen Schluck aus einer kühlen Mass und strahlten bei der Erfüllung dieser „Pflichtaufgabe“ mindestens genauso wie die „Miss Herbstfest“ bei ihrer Eröffnungsrede.

Oberbayerisches Volksblatt

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