OVB-TESTERINNEN AUF DER WIESN

Fahrspaß und Zombie-Patienten

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Rosenheim - Die XXL-Schaukel, der Starflyer, die Crazy Mouse, das Horror-Lazarett und das Pirates Adventure: fünf Geschäfte, die zum Fahr- und Vergnügungspark auf dem Rosenheimer Herbstfest gehören. Die OVB-Heimatzeitungen haben sie getestet.

69 Schausteller haben heuer Platz auf der Loretowiese gefunden. Neu in diesem Jahr sind die Crazy Mouse und das Horror-Lazarett. OVB-Volontärin Susanne Hoffmann war zusammen mit ihrer Schulfreundin Monika als Testerin unterwegs.

Starflyer

Die Testerinnen Monika (links) und Susanne im Starflyer. 

Wartezeiten sind hier nicht ausgeschlossen. Während man hinter der Absperrung steht, kann man von  unten einmal genau betrachten, was einen in den nächsten Minuten erwarten wird: ein Kettenkarussell in 52 Metern Höhe, das von unten fast so hoch wie das Riesenrad aussieht. Zu zweit findet man Platz auf den grünen Sesseln, bei denen man zusätzlich zum Bügel am Sitz noch angeschnallt wird. 

Langsam steigt der Starflyer dann nach oben und beginnt sich dort bereits zu drehen. Schnell nimmt er an Fahrt zu und steigt, sich ständig drehend, auf 52 Meter. Für die Fahrt sollte man definitiv schwindelfrei sein und keine Angst vor der Höhe haben. Zudem geht ein frischer Wind, Abkühlung ist also garantiert. 

Wer mit dem Starflyer fahren will, um die Aussicht zu genießen, der ist fehl am Platz. Vom Blick auf die Bergkulisse bekommt man leider einen steifen Nacken, der auch am nächsten Tag noch schmerzt.

Geeignet für Kinder ab einer Körpergröße von 1,40 Metern. Preis für Erwachsene: drei Euro, für Kinder 2,50 Euro.

Crazy Mouse

Lästige Wartezeiten bleiben einem – zumindest unter der Woche – bei der Crazy Mouse erspart. Die Abfertigung erfolgt schnell, nach wenigen Schritten ist man von der Kasse direkt an der Gondel. Dort finden gleichzeitig vier Personen Platz, zwei teilen sich ein Sitzabteil und damit auch den Festhaltebügel. 420 Meter Fahrspaß warten nun auf die Besucher. Schnell legt die Crazy Mouse an Geschwindigkeit zu. 

Zunächst steht das klassische Achterbahn-Fahrvergnügen im Vordergrund. Es geht langsam aufwärts und umso schneller wieder abwärts. Dann folgen hoch oben die Kurven, die vielen sicher noch von der Wilden Mouse bekannt sind. Auch bei der Crazy Mouse wird man im Wagen hin- und hergedrückt, blaue Flecken bleiben aber aus

Was der Fahrt eine besondere Note verleiht: Die Mouse fährt nicht nur zackig um die Kurven, sie dreht sich dabei auch noch geschwind um die eigene Achse. Das Drehen ist nach der Achterbahnfahrt ein wirklicher Überraschungseffekt. Ein resistenter Magen kann da aber nicht schaden. Ein Drehwurm ist quasi vorprogrammiert. Insgesamt ein lohnender Fahrspaß für die ganze Familie. Kosten: drei Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder.

Das Horror-Lazarett

Das Horror-Lazarett.

Auch beim Geisterhaus muss man unter Umständen einen Moment auf den Einlass warten. Statt mit Gondeln durch das Lazarett zu fahren, läuft man von Raum zu Raum, wo überall schreiende Zombie-Patienten warten. Durch einen schwarzen Vorhang gelangt man jeweils ins nächste Abteil, in dem mittels Bewegungsmeldern die gefolterten Zombies zum Leben erweckt werden. 

Mal kippt eine Mumie vorwärts, mal schreit ein gefolterter Patient auf der Pritsche. Blut gibt es überall zu sehen, ebenso furchterregende Arztutensilien. Schade ist allerdings, dass dem Zuschauer durch die Dunkelheit die genaue Detailbetrachtung des Lazaretts nicht möglich ist. Auch die Schreie in den unterschiedlichsten Räumen sind sich sehr ähnlich. 

Gruselig ist der Gang von einem zum anderen dunklen Raum aber allemal. Auch lebende Geister sorgen für das gewollte Schaudern. Kosten: zwei Euro, und definitiv ein Gruselerlebnis für die ganze Familie.

Das Pirates Adventure

Auch hier ist man zu Fuß von Raum zu Raum unterwegs, elektrische Türen gewähren Einlass. Ist man allerdings zu langsam, schließt sich die ein oder andere Tür direkt vor der eigenen Nase, und man muss unnötig im Haus auf das nächste Erlebnis warten. 

Im Pirates Adventure gibt es aber genügend zu entdecken, vor allem für Kinder. In einem Raum hängen Taue von der Decke, an denen man sich festhalten muss, während der Raum wie auf einem echten Schiff schwankt. Viele Wasserelemente befinden sich in den unterschiedlichen Themenräumen, Überraschungseffekte bleiben da nicht aus. Schade ist, dass die elektronischen Piraten akustisch schwer zu verstehen sind. 

Für Familien ist das Pirates Adventure auf jeden Fall empfehlenswert. Abwechslung und eine liebevolle Gestaltung gefallen den Kleinen mit Sicherheit. Kosten: zwei Euro pro Person.

Die XXL-Schaukel

Auch hier sind Wartezeiten nicht ausgeschlossen. Platz genommen wird in einer Fünferreihe, der Bügel ist derselbe wie bei einer Überkopf-Achterbahn. Die vier Fünferreihen sind in einem Viereck angeordnet – mit dem Blick nach innen zur gegenüberliegenden Reihe gerichtet. 

Die XXL-Schaukel nimmt schnell an Fahrt auf und schwingt in 45 Metern Flughöhe von rechts nach links und dreht sich dabei auch noch um die eigene Achse. Hat die Schaukel erst einmal volle Fahrt aufgenommen, so überschlägt es einen fast. Die Füße ragen zumindest schon gen Himmel empor. Hat man den höchsten Punkt erst einmal erreicht, ist es stets eine Überraschung, ob man rückwärts oder vorwärts Richtung Erdboden zurückrast. 

Bei 126 Kilometern pro Stunde fühlt sich das Fahrerlebnis teilweise an wie ein freier Fall, bei dem das Herz und der Magen Richtung Hose wandern. Trotz der enormen Höhe und der rasanten Geschwindigkeit fühlt man sich jedoch fest im Sitz verankert. Der Spaßfaktor ist definitiv hoch und der Abwärtsfall wirklich aufregend. Jedoch sollte man gesund sein, damit einem diese Fahrt auch Freude bereitet und nachträgliche Übelkeit kein Thema wird. Kinder können ab einer Größe von 1,40 Metern mitfahren. Kosten: drei Euro für jeden.

Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © OVB

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